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Menschen sollen einfacher den Provider wechseln können

Japan versucht seinen Mobilfunkmarkt aufzubrechen

Die japanische Regierung hat am Donnerstag einen Plan vorgestellt, der es für die Menschen einfacher machen soll, den Mobilfunkprovider zu wechseln. Die Regierung will so den Mobilfunkmarkt aufbrechen.

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Der Plan sieht vor, dass die Gebühren bei der Rufnummernmitnahme gesenkt oder ganz abgeschafft werden.

Wettbewerb im Mobilfunkmarkt soll gefördert werden

Damit soll der Wettbewerb unter den Mobilfunkbetreibern in einem Markt angekurbelt werden, in dem eine Dominanz von nur wenigen Anbietern herrscht und der es Neueinsteigern, die niedrigere Gebühren anbieten, erschwert hat, sich durchzusetzen.

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Nach Angaben des Ministeriums für Inneres und Kommunikation wird der vorgeschlagene Plan die Gebühren beim Wechsel des Mobilfunkbetreibers unter Beibehaltung der derzeitigen Telefonnummern in Geschäften oder per Telefon von derzeit 3.000 Yen auf 1.000 Yen senken.

Es werden jedoch keine Gebühren erhoben, wenn das Antragsverfahren online durchgeführt wird, so der Plan, der am Donnerstag auf einer Sitzung eines Expertengremiums vorgestellt wurde. Die japanische Regierung soll solche Online-Anträge auch 24 Stunden am Tag möglich machen. Das Gremium stimmte dem Plan weitgehend zu, wobei das Ministerium anstrebt, ihn bereits im Herbst zu genehmigen und die Richtlinien für Mobilfunkanbieter in diesem Jahr zu überarbeiten.

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Es bleibt abzuwarten, ob die vorgeschlagene Änderung als Anreiz für die Verbraucher dienen wird, den Mobilfunkanbieter zu wechseln, da komplizierte Verfahren auch als Engpass für eine stärkere Nutzung der sogenannten mobilen Nummernportabilität gesehen werden.

Kaum Rufnummernmitnahme in Japan

Gegenwärtig muss ein Benutzer, der den Mobilfunkanbieter wechseln und seine Rufnummer mitnehmen möchte, rund 3.000 Yen zahlen. Bevor eine SIM-Karte mit den erforderlichen Informationen bereitgestellt wird, muss ein Antragsformular für einen anderen Anbieter ausgefüllt werden.

Die Zahl der Personen, die ihre Nummer mitgenommen haben, ist in den letzten Jahren nicht gestiegen. Im Geschäftsjahr 2018 lag sie bei etwa 5,06 Millionen, etwa 4 Prozent aller Verträge, aber im Geschäftsjahr 2019 fiel sie nach Angaben der Regierung auf 4,33 Millionen.

Die japanische Regierung hat die Forderungen nach einer Senkung der Gebühren für Mobilfunkanbieter verstärkt und gleichzeitig versucht, die Nutzer zu einem Anbieterwechsel zu bewegen. Gegenwärtig halten NTT Docomo Inc., KDDI Corp. und SoftBank Corp. einen Marktanteil von etwa 90 Prozent in Japan.

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