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Japan will Auswirkungen eines Brexit auf Unternehmen verringern

Klarheit zum Brexit gefordert

Nachdem die Toris und damit Boris Johnson bei den Wahlen in England die absolute Mehrheit geholt haben, ist ein Brexit nun sehr wahrscheinlich. Mit diesem Wahlergebnis hat Johnson nun freie Bahn, um seine Vision des Brexit am 31. Januar durchzusetzen.

Japans Kabinettschef Yoshihide Suga sagte nun auf einer Pressekonferenz, dass Japan die Auswirkungen eines Brexit auf japanische Unternehmen verringern will.

Klarheit gefordert

„Wir haben England und die Europäische Union aufgefordert, einen Brexit ohne Abkommen zu vermeiden und die Auswirkungen japanischer Unternehmen so gering wie möglich zu halten“, so Suga. „Wir werden beobachten, wie sich die Dinge entwickeln und notwendige Maßnahmen ergreifen.“

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Zudem sagte Suga, dass Japan nach einem Brexit schnell ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien anstreben wird und forderte eine Klärung der Abläufe beim Verlassen der EU, um Probleme in der Logistik und bei anderen Abläufen für japanische Unternehmen zu vermeiden.

„Wir sind vorerst erleichtert“, sagte Hiroaki Nakanishi, Vorsitzender der Japan Business Federation, der größten Wirtschaftslobby des Landes. „Wir fordern sowohl das Vereinigte Königreich als auch die Europäische Union auf, rasch verschiedene Änderungen, die sich aus dem Ausstieg ergeben, klarzumachen und eine enge wirtschaftliche Beziehung aufzubauen.“

In japanischen Unternehmen herrscht Unsicherheit

Japanische Unternehmen, die in England tätig sind, haben große Probleme mit dem Hin- und Her beim Brexit, da sie befürchten, dass es mit der Lieferkette Schwierigkeiten gibt. Viele Unternehmen haben ihre Standorte in England bereits aufgegeben, andere Unternehmen – wie zum Beispiel Toyota – denken darüber nach, das Land zu verlassen, wenn es zu keinem Vertrag zwischen England und der EU kommt.

In ganz Europa gaben 31 Prozent der japanischen Unternehmen an, vom Brexit negativ betroffen zu sein – ein Plus von 14,9 Punkten. Die befragten Unternehmen gaben an, dass sie von den Kosten im Zusammenhang mit der Notwendigkeit betroffen waren, ihre Lager zu füllen, um Probleme in der Logistik und im Zollwesen zu vermeiden, wenn der Austritt aus der EU durchgesetzt werden würde.

Zusammen mit dem geringeren Umsatz gaben japanische Unternehmen in Großbritannien an, dass sie die Investitionsausgaben gedämpft haben, weil ihre Kunden erwägen, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern.

MA

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