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Hoffnung auf Stabilisierung des Yen

Japan will die Exporte der Landwirtschaft steigern

Japan ist bestrebt, die Agrarexporte zu steigern, um die Auswirkungen des schwachen Yen, von denen auch die Landwirte betroffen sind, zu mildern.

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Die Preise für Kraftstoff, Dünger und andere benötigte Hilfsmittel sind durch den Kursverfall des Yen deutlich in die Höhe geschnellt und machen den Landwirten im Land zu schaffen.

Der schwache Yen kommt dem Plan entgegen, die Agrarexporte zu steigern, da er die Preise im Ausland wettbewerbsfähig hält.

Exporte der Landwirtschaft sollen in den nächsten Jahren auf 2 Billionen steigen

Die Agrarexporte gehörten zu einer Reihe von Branchen, die der japanische Premierminister in einer Rede am Montag ansprach. Dazu gehören auch der Tourismus und der Bau ausländischer Chip- und Batteriefabriken in Japan, die durch den steilen Fall des Yen Auftrieb erhalten und einen Teil des durch die japanische Währung verursachten wirtschaftlichen Schadens ausgleichen könnten.

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„Wir müssen jetzt, da der schwache Yen das Potenzial der Exporte erhöht, die Ertragskraft maximieren“, so Kabinettschef Hirokazu Matsuno, Kishidas Stellvertreter, auf einer Regierungssitzung am Mittwoch.

Matsuno wies die Minister an, das Ziel der Regierung, die Agrarexporte bis 2025 auf 2 Billionen Yen (ca. 14 Milliarden Euro) jährlich zu verdoppeln, voranzutreiben. Zudem forderte er die Ministerien auf, Wege zu finden, den schwachen Yen zu nutzen, um die Ertragskraft der Landwirte zu steigern.

Die Regierung strebt eine weitere Steigerung der Agrarexporte auf 5 Billionen Yen (ca. 35 Milliarden Euro) bis 2030 an. Japans Premierminister sagte zudem, dass er die jährlichen Einnahmen durch den Tourismus auf 5 Billionen Yen steigern will.

Dies ist nicht der erste Versuch Japans, seine vom verarbeitenden Gewerbe dominierte Wirtschaft zu diversifizieren und seine stagnierenden ländlichen Gebiete wiederzubeleben.

Die japanische Politik hat seit Anfang der 2000er Jahre ähnliche Anstrengungen unternommen, einschließlich der Reformvorschläge der Regierung des ehemaligen Premierministers Shinzō Abe im letzten Jahrzehnt.

Japans Landwirtschaft benötigt mehr Inventionen

Doch der steile Fall des Yen in diesem Jahr auf ein 24-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar und der damit einhergehende Anstieg der importbedingten, steigenden Inflation, der Japans Wirtschaftswachstum bedroht, hat der Kampagne neuen Auftrieb gegeben.

Die exportorientierten Landwirte in Japan sind jedoch der Meinung, dass die Branche mehr Investitionen benötigt, um die Produktivität zu steigern und höherwertige Waren zu produzieren, zumal der schwache Yen zu einem zweischneidigen Schwert geworden sei, das auch die Kosten in die Höhe treibe.

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