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Japan setzt sich ein ehrgeiziges Ziel

Japan will Agrarexporte bis 2025 auf 2 Billionen Yen steigern

Japan will seine Agrarexporte aus der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft bis 2025 auf 2 Billionen Yen steigern und damit mehr als verdoppeln.

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Dieses ehrgeizige Ziel gab die japanische Regierung am Freitag angesichts der aktuellen Probleme mit dem Ausbruch des Coronavirus und dem anhaltenden diplomatischen Streit mit Südkorea bekannt.

Ursprünglicher Plan soll weitergeführt werden

Der Plan ist Teil der Bemühungen, die Landwirtschaft in Japan zu erhalten, auch wenn die Inlandsnachfrage mit dem Bevölkerungsrückgang schrumpft. Die japanische  Regierung wird weiterhin versuchen, die landwirtschaftlichen Exporte bis 2030 auf 5 Billionen Yen zu steigern.

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Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte bei einem Treffen, dass die Popularität von japanischem Obst und Gemüse in Asien bedeutet, dass die Exporte weiter wachsen können. „Wir werden schnell einen Plan formulieren, um dieses neue Ziel zu erreichen.“

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Die Regierung von Premierminister Shinzo Abe hat die Steigerung der Agrarexporte zu einer Säule ihrer Wirtschaftspolitik gemacht und im Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2020 mehrere Milliarden Yen vorgesehen, um eine Organisation zu gründen, die sich auf diese Aufgabe konzentriert und die Produktion von Wagyu-Rindfleisch zu steigern.

Japan verzeichnete 2019 Exporte aus der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft in Höhe von 912,1 Milliarden Yen und stellte damit einen siebten Jahresrekord in Folge auf, blieb jedoch hinter seinem Ziel von 1 Billion Yen zurück.

Schlechte Fänge, Streit mit Südkorea und Handelsabkommen setzen Landwirte in Japan unter Druck

Schlechte Fänge von Jakobsmuscheln und Makrelen, sowie ein südkoreanischer Boykott japanischer Produkte durch den diplomatischen Streit um die Entschädigung für Kriegsarbeit trugen zu dem enttäuschenden Ergebnis bei.

Die Aussichten haben sich in diesem Jahr angesichts des Ausbruchs des Coronavirus nicht verbessert, der China – der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt – voraussichtlich einen erheblichen Schlag versetzen wird.

Die Landwirte stehen auch unter dem Druck des Wettbewerbs in Übersee, der durch die jüngsten Handelsabkommen Japans mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union sowie durch einen Freihandelspakt mit zehn anderen pazifischen Staaten hervorgerufen wurde.

TJT

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