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Japan will Wirtschaft mit 30 Billionen Yen stützen

Verschiedene Maßnahmen um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen

Die japanische Regierung will mit einem Notfallpaket im Wert 30 Billionen Yen (ca. 252 Milliarden Euro), die Wirtschaft des Landes stützen, die mit dem Ausbruch des Coronavirus zu kämpfen hat.

Damit plant die japanische Regierung umfassendere Maßnahmen, als sie während der Finanzkrise 2008 ergriffen hatte. Damals brachte die japanische Regierung ein Notfallpaket von 15 Billionen Yen auf den Weg.

Notfallpaket umfasst Bargeld, Geschenkgutscheine und Subventionierung von Reisekosten

Das Paket könnte die Ausstellung von Bargeld und Geschenkgutscheinen für die Bevölkerung und sogar die Subventionierung von Reisekosten beinhalten, so ein Sprecher der Regierung.

Dies würde auch die Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen erleichtern, damit diese im Geschäft bleiben und ihre Beschäftigung aufrechterhalten können.

Mehr zum Thema:  Japan arbeitet am dritten Maßnahmenpaket gegen den Coronavirus

„Wir müssen eine Größe in Betracht ziehen, die weit über dem Niveau der Lehman-Krise liegt“, sagte Fumio Kishida, Chef der Liberaldemokratischen Partei, in einer NHK-Debatte am Sonntag.

Im April 2009 veröffentlichte Japan als Reaktion auf die globale Finanzkrise ein Konjunkturpaket mit staatlichen Mitteln in Höhe von 15,4 Billionen Yen.

„Wir brauchen drastischere Maßnahmen“, sagte Kishida und schlug Bargeldausgabe und andere Schritte vor, die die Haushalte direkt erreichen können.

Noritoshi Ishida, der politische Chef von Komeito, dem Koalitionspartner der LDP, sagte, es sei am besten, einen festen Betrag zu verteilen, ohne eine Einkommensgrenze für die Förderfähigkeit festzulegen.

Japans Opposition will Wirtschaft mit mehr Geld stützen

Seiji Osaka von der Verfassungsdemokratischen Partei Japans und Kenta Izumi von der Demokratischen Volkspartei drängten auf ein Konjunkturpaket im Wert von 50 Billionen Yen.

Izumi und der politische Chef der Kommunistischen Partei Japans, Tomoko Tamura, forderten inzwischen die Halbierung der Verbrauchsteuer auf 5 Prozent.

Kishida sagte, dass Steuersenkungen einen gegenteiligen Effekt haben könnten, da die Verbraucher die Einkäufe bis nach der Senkung der Steuer verzögern könnten. Er sagte auch, dass es für Unternehmen kostspielig wäre, ihren Computer und andere Systeme zu überarbeiten.

Hitoshi Asada, Politikchef von Nippon Ishin no Kai, sagte, die Senkung der Steuer sei derzeit kein angemessener Schritt, da die Verbraucher nicht ausgehen oder Kontakte knüpfen.

In einem anderen Interview sagte Akira Amari, Leiter des LDP-Steuergremiums, dass ein Steuermoratorium für kleine Unternehmen in Betracht gezogen werden sollte.

Die japanische Regierung erwägt defizitdeckende Anleihen als Finanzierungsquelle für das Paket, das sie laut Quellen bereits im April abschließen wollen.

Es wird erwartet, dass beide Seiten nach der Verabschiedung des ursprünglichen Haushaltsplans für das Geschäftsjahr 2020 im Laufe dieses Monats umfangreiche Verhandlungen über das Paket aufnehmen. Weiterhin unwahrscheinlich bleibt, dass die Regierung die Verbrauchsteuer senken wird, da Steuereinnahmen eine wichtige Finanzierungsquelle für soziale Zwecke darstellen.

TJT

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