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Japanische Firma erklärt Ende der Kleiderordnung für Anzüge und Krawatten

Die Entscheidung des Telekommunikationsriesen soll die Individualität und Produktivität der Mitarbeiter steigern

Wer zur Rush-Hour durch die Straßen von Tokyo geht, bewegt sich in einem Meer aus Anzügen. In Japan gehört es für Mitarbeiter eines führenden Unternehmens dazu, entsprechend formell gekleidet auf der Arbeit zu erscheinen. Eines der größten japanischen Unternehmen, der Telekommunikationsriese KDDI hat sich jetzt entschieden, den Dress-Code anzupassen und die Vorschriften für Anzüge zu lockern.

Erst Anzüge, dann Kippen

KDDI verwaltet mehrere große Mobilfunknetze und kündigte vor wenigen Tagen an, dass es seine Vorschriften für Berufskleidung in allen Teilen des Unternehmens abschaffen möchte. In den letzten Jahren experimentierten einige japanische Büros und Firmen mit dem sogenannten „Cool Biz“, das es den Mitarbeitern ermöglicht in den Sommermonaten luftigere Kleidung zu tragen, um den Stromverbrauch bei den Klimaanlagen niedrig zu halten. Allerdings entschied sich KDDI nicht aus ökologischen, sondern aus psychologischen Gründen für die Veränderung. Das Unternehmen möchte von bekannten Stereotypen abrücken und mit neuen Ideen – und ohne Anzüge – die Produktivität ihrer Angestellten steigern.

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Die ersten Veränderungen traten bereits im Oktober in Kraft, für das kommende Frühjahr kündigte KDDI aber schon weitere Modifikationen an. Im April werden 106 der Büros des Unternehmens als rauchfreie Zone ausgewiesen. Es ist mehrere Jahrzehnte her, dass uneingeschränktes Rauchen in Japan erlaubt ist. Viele große Firmen stellen ihren Angestellten spezielle Raucherzonen zur Verfügung. KDDI rief eine Initiative für die Gesundheit seiner Angestellten ins Leben. Eines der Ziele besteht darin, die Raucherquote bis Ende März 2021 auf unter 18 Prozent zu senken. Deswegen soll eine Vielzahl an Raucherzone gestrichen werden.

Büros werden Rauchfreie Zone
Rauchverbot im Büro Bild: KDDI

Die Leitung von KDDI zwingt die meisten Mitarbeiter nicht mehr zu Anzügen und Krawatten, trotzdem bleibt die Regelung für einzelne Abteilungen bestehen. Verkäufer und Business-to-Business-Angestellte, die mit Leuten in Kontakt kommen, die noch am Prinzip der Anzüge hängen, werden also weiterhin in dem Outfit auf der Arbeit erscheinen. Für alle anderen beginnt jetzt allerdings die Zeit der legeren Kleidung, da KDDI keine weiteren Erklärungen, die Garderobe ihrer Angestellten betreffend, bekannt gab. Bereits seit einiger Zeit dürfen Frauen in vielen Firmen darauf verzichten, nur noch in High-Heels auf Arbeit zu kommen.

KDDI

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