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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapanische Fluglinien planen Treibstoffzuschlag auf japanische Flugreisen

JAL und ANA kündigen Treibstoffzuschlag auf Flugpreise in Rekordhöhe an

Japanische Fluglinien planen Treibstoffzuschlag auf japanische Flugreisen

Die beiden japanischen Fluglinien Japan Airlines (JAL) und All Nippon Airways (ANA) planen ab August einen zusätzlichen Treibstoffzuschlag auf ihre Flugpreise in Rekordhöhe.

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Es wird befürchtet, dass dieser aufgrund steigender Rohölpreise notwendig gewordene Zuschlag die in Japan grade erst einsetzende allmähliche Erholung der internationalen Flugreisen erneut gefährden könnte.

Steigende Preise auf dem Rohölmarkt in Singapur

Bei JAL wird zum Beispiel ein einfacher Flug von Japan nach Honolulu um 6.900 Yen (ca. 50 €) teurer, ein Flug nach Amerika oder Europa verteuert sich um 10.200 Yen (ca. 75 €). Zum Teil ist der erhobene Treibstoffzuschlag sogar höher als der eigentliche Flugpreis.

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Während der Rohölpreis während der Corona-Krise aufgrund mangelnder Nachfrage so niedrig lag, das kein Zuschlag erhoben wurde, steigen die Rohölpreise aufgrund der wachsenden Nachfrage von Flugreisen und der Sanktionen gegen Russland aufgrund der russischen Invasion der Ukraine jetzt wieder deutlich an.

Sowohl JAL als auch ANA korrigierten jetzt ihre Preisgestaltung, nachdem die Preise für Rohöl, die sich an dem Marktpreis der Handelsbörse in Singapur orientieren, einen Höchststand überschritten. Es wird erwartet, dass der schwächelnde Yen die Preise für die Fluglinien sogar noch weiter in die Höhe treiben könnte.

Treibstoffzuschlag, schlechter Wechselkurs und steigende Hotelpreise

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Jetzt, wo die japanische Regierung nach dem Ausklingen der Corona-Krise auch ihre Grenzbeschränkungen allmählich gelockert hat, würden auch viele Japaner wieder gerne ins Ausland reisen.

Nach Aussage der japanischen Reisebüros H.I.S. Co. ist jedoch schon jetzt eine deutliche Zurückhaltung der japanischen Kunden spürbar, die
nicht nur die steigenden Zuschläge für ihre Flugkosten spüren.

Auch generell würden die Reisepreise durch den ungünstigen Wechselkurs
des Yen und die Inflation vor Ort, die sich unter anderem durch merklich gestiegene Hotelpreise bemerkbar macht, in immer neue Höhen getrieben.

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