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Anbaufläche für Reis schrumpft

Japanische Landwirte bauen lieber Weizen statt Reis an

Die steigenden Weltmarktpreise für Weizen führt in Japan dazu, dass immer mehr Landwirte dazu übergehen, Weizen und Sojabohnen anstelle von Reis anzubauen, da die Gewinnmarge vielversprechender ist.

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Ende April gaben 37 der 47 japanischen Präfekturen an, dass sich die Anbaufläche für Reis gegenüber dem Vorjahr verringert hat. Im Januar gaben bei der Umfrage des Ministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei 22 Präfekturen an, dass sich die Fläche verringert.

Anbaufläche für Reis schrumpft in Japan immer weiter

Allein in Hokkaido, ein wichtiges Anbaugebiet für japanischen Reis, ist die Anbaufläche um 5 Prozent geschrumpft. Niigata, ebenfalls ein wichtiges Reisanbaugebiet Japans, reduziert die Menge um 3 Prozent.

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Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei schätzt, dass die Gesamtanbaufläche für Kochreis im Land um 35.000 Hektar zurückgehen wird, empfiehlt aber, weitere 4.000 Hektar zu reduzieren, um die Produktion auf das Niveau der Nachfrage von etwa 6,75 Millionen Tonnen zu bringen.

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Ein Sprecher des Ministeriums sagte: „Immer mehr Landwirte steigen auf die Produktion von Weizen und Sojabohnen um, da die Weltmarktpreise für diese Produkte stark gestiegen sind. Die Nachfrage nach diesen in Japan produzierten Pflanzen ist bereits sehr hoch.“

Japan importiert derzeit 80 Prozent des Weizens und 90 Prozent der Sojabohnen. Allerdings sind Russland und die Ukraine die Hauptproduzenten, was es immer schwieriger und teurer macht, diese Produkte zu importieren.

Reis gehört in Japan zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel, aber der Preis für ein Kilo Reis ist seit 1962 rückläufig, nicht zuletzt, da sich die Essgewohnheiten der Bevölkerung ändert und immer weniger Menschen in Japan leben.

Die Pandemie hat zudem dazu geführt, dass der Verbrauch weiter zurückgegangen ist, da Restaurants ihre Nachfrage senken mussten. Zwar wird immer mehr Reis exportiert, allerdings lohnt sich der Anbau für viele Landwirte trotzdem nicht mehr.

Deutlich mehr Geld für Landwirte durch den Anbau von Weizen und Soja

Allerdings gaben 42 Präfekturen bei der aktuellen Umfrage des Ministeriums an, dass sie die Produktion von Futterreis erhöhen wollen, da die Nachfrage dafür steigt.

Japans Regierung fördert die Umstellung der Produktion mit Subventionen für die Landwirte.

Ein Landwirt in Japan bekommt für den Anbau von Kochreis etwa ca. 13.000 Yen (ca. 91,94 Euro) pro 10 Hektar, einschließlich der staatlichen Subventionen.

Für Futterreis bekommt ein Landwirt ca. 26.000 Yen (ca. 183 Euro), für Weizen ca. 48.000 Yen (ca. 339 Euro) und für Sojabohnen ca. 49.000 Yen (ca. 346 Euro).

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