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Japanische Unternehmen erwarten einen Gewinnrückgang von 9,6 Prozent für 2019

Handelskrieg und Coronavirus belasten japanische Unternehmen

Laut Daten von SMBC Nikko Securities Inc. werden große japanische Firmen im Fiskaljahr 2019 einen Gewinnrückgang verzeichnen, da der Handelskrieg zwischen China und den USA und das Coronavirus sich auf die Wirtschaft auswirkt.

Das verarbeitende Gewerbe wird nach Angaben des Berichts voraussichtlich um insgesamt 16,1 Prozent zurückgehen, wobei für den Stahlsektor ein deutlicher Gewinnrückgang von 70,3 Prozent, für Hersteller von Transportmitteln wie Autohersteller von 31,5 Prozent und für Maschinen von 30 Prozent prognostiziert wird.

Coronavirus sorgt für Gewinnrückgänge bei den Unternehmen

Das Ergebnis der Unternehmen dürfte weiter sinken, da die Autohersteller ihre Werke in China immer noch nicht wieder in Betrieb nehmen können und die Nachfrage ausländischer Touristen in Kaufhäusern aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus drastisch zurückgeht.

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„Wir haben uns ein Szenario vorgestellt, in dem sich der Aktienmarkt ab dem nächsten Quartal erholen könnte, aber es scheint, dass die Geschäftsergebnisse noch nicht den Tiefpunkt erreicht haben“, so Hikaru Yasuda, Stratege bei SMBC Nikko Securities.

Der kombinierte Konzerngewinn in den ersten drei Quartalen seit April sank gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent. Dies geht aus Daten hervor, die auf den am Montag veröffentlichten Ertragszahlen von 492 Unternehmen oder 37 Prozent aller an der Tokyo Stock-Exchange gelisteten Unternehmen im ersten Abschnitt beruhen. Ihr Nettogewinn belief sich auf 7,65 Billionen Yen.

Handelskrieg drückt den Umsatz

Es ist das zweite Jahr in Folge, dass Unternehmen in den Monaten April bis Dezember einen Gewinnrückgang hinnehmen mussten. Viele davon waren von dem Handelskrieg zwischen den USA und China sowie von der Erhöhung der Verbrauchsteuer im Oktober betroffen.

Der Virusausbruch in China, der die Besorgnis über eine Abkühlung der Weltwirtschaft schürt, dürfte die Gewinne für das im März endende Jahr weiter senken.

Die Handelskrise zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat den kombinierten Nettogewinn des verarbeitenden Gewerbes, der um 12,7 Prozent zurückging, massiv belastet.

Der Stahlsektor verzeichnete einen deutlichen Gewinnrückgang von 66,5 Prozent, während der Maschinensektor um 34 Prozent und die Transportausrüstungshersteller um 31,8 Prozent zurückgingen.

Der Immobilien- und Dienstleistungssektor verzeichnete einen Anstieg des Nettogewinns. Der Einzelhandelssektor kämpft mit einem Umsatzrückgang bei Luxusgütern um 17,3 Prozent. Die Luftverkehrsbranche gab ebenfalls um 23,7 Prozent nach.

TJT

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