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Große Skepsis gegenüber den Hilfspaketen der Regierung

Japanische Unternehmen streichen Arbeitsplätze, um mit der Pandemie fertig zu werden

Laut aktuellen Daten der japanischen Regierung haben viele Unternehmen in Japan Arbeitsplätze gestrichen oder Löhne gekürzt, um mit den Folgen der Pandemie fertig zu werden.

Durch die Pandemie und die Maßnahmen der Regierung, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, ist die Wirtschaft in eine Rezension gefallen.

Unternehmen stehen den Hilfspaketen der Regierung skeptisch gegenüber

Japans Premierminister Shinzo Abe hat mit zwei Hilfspaketen in Höhe von insgesamt 234 Billionen Yen auf die Pandemie geantwortet, doch mehr als die Hälfte der Unternehmen in einer jetzt durchgeführten Umfrage äußerte sich kritisch zu den Hilfspaketen.

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Tatsächlich hat die jüngste Unternehmensumfrage gezeigt, dass viele der befragten Unternehmen weniger einstellen, Mitarbeiter entlassen oder Löhne und Gehälter kürzen mussten, was die Hoffnung auf eine solide Erholung zunichtemacht, da der private Konsum mehr als die Hälfte der japanischen Wirtschaft ausmacht.

Von den 55 Prozent der befragten Unternehmen, die von der Pandemie betroffen sind, gaben zwei von fünf Unternehmen an, Neueinstellungen zu reduzieren, ein Viertel der Löhne und Gehälter zu kürzen und ein weiteres Viertel der Beschäftigten zu entlassen.

Aber nur 44 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie die Reaktion der Regierung auf die wirtschaftlichen Folgen zu schätzen wüssten, die viele als zu langsam kritisierten, weil sie durch bürokratische Hürden behindert wird.

Auf die Frage, worauf sich die Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie am meisten konzentrieren solle, antworteten 30 Prozent auf die Prävention von Infektionen und 29 Prozent auf die Unternehmensfinanzierung.

Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft im April-Juni in einem jährlichen Tempo von mehr als 20 Prozent schrumpfen wird – was ein drittes Quartal in Folge bedeuten würde – vor allem, weil der Ausnahmezustand von April bis Ende Mai viele Unternehmen schließen und die Verbraucherausgaben beeinträchtigen würde.

Homeoffice auf dem Vormarsch

Rund 90 Prozent der befragten Unternehmen haben Schritte unternommen, um Online-Meetings zu verstärken und Homeoffice zu fördern, um so den persönlichen Kontakt im Alltag zu reduzieren.

Etwa zwei Drittel der Unternehmen hat ihre Abhängigkeit von Papierdokumenten verringert und etwa die Hälfte hat die Verwendung der traditionellen Siegel, die zum Abstempeln solcher Dokumente verwendet werden, reduziert. Etwa 3 Prozent der Unternehmen sind dazu übergegangen, elektronische Siegel zu verwenden.

Offizielle Daten deuten darauf hin, dass Japans Arbeitsmarkt einem schweren wirtschaftlichen Abschwung infolge der Pandemie standzuhalten schien, wobei die offizielle Arbeitslosenquote im April nur leicht auf 2,6 Prozent anstieg.

Die Umfrage unterstrich jedoch die Ansicht einiger Ökonomen, die sagen, dass die Quote viel höher ist, wenn man Arbeitnehmer mit einbezieht, die beurlaubt wurden oder teilweise bezahlten Urlaub erhielten.

TJT

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