Anzeige
HomeNewsWirtschaftJapanischer Reis erobert den chinesischen Markt

Reiskonsum in Japan sinkt

Japanischer Reis erobert den chinesischen Markt

Da der Konsum von Reis in Japan immer weiter sinkt, nehmen Produzenten und Großhändler den chinesischen Markt ins Visier, da dort japanische Lebensmittel immer beliebter werden, allerdings ist das nicht unproblematisch.

China verbraucht jährlich etwa 140 Millionen Tonnen, ungefähr 20 Mal mehr als Japan. In Japan sinkt der Verbrauch jedes Jahr um etwa 100.000 Tonnen, was vor allen an den sich verändernden Essgewohnheiten liegt.

Japanischer Reis durch Exportkosten nicht wettbewerbsfähig im Ausland

Die Händler in Japan schließen sich dafür mit chinesischen Unternehmen zusammen, um hochpreisigen und qualitativ hochwertigen Reis in China anzubieten.

Nach Angaben des japanischen Landwirtschaftsministeriums kostet japanischen Reis allerdings zwei- bis dreimal mehr als der, der in China oder in den USA angebaut wurde, da die Exportkosten den Preis nach oben treiben.

LESEN SIE AUCH:  Ehemaliges Evakuierungsgebiet in Fukushima baut erstmals wieder Reis an

Für eine chinesische Durchschnittsfamilie ist der Preis daher noch zu hoch und auch in anderen Ländern kostet er dadurch deutlich mehr, worunter die Wettbewerbsfähigkeit leidet.

Die japanische Regierung hat sich mittlerweile zum Ziel gesetzt, den Wert der Exporte nach China bis 2025 auf 1,9 Billionen Yen (ca. 14,2 Milliarden Euro) zu verdoppeln.

Politische Spannungen sind ein Risiko

Das Ziel ist allerdings nicht leicht zu erreichen, denn die Spannungen zwischen den USA und China belasten auch Japan. Außerdem gibt es auch Probleme zwischen beiden Ländern, wie der Territorialstreit um die Sensaku-Inseln.

Trotzdem versuchen japanische Unternehmen den lukrativen chinesischen Markt zu erobern. Im April kündigte Zen-Noh International an, das mit dem Lebensmittelriesen COFO in China einen Vertrag abgeschlossen hat und Reis aus der Präfektur Niigata nach China verkaufen wird.

Zwar beträgt die erste Liefermenge nur 48 Tonnen, allerdings sieht Zen-Noh darin einen ersten Schritt nach vorne, um chinesische Kunden von der Qualität des japanischen Reises zu überzeugen.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen