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Pandemie sorgt für deutlich weniger Passagiere

Japans Bahnbetreiber verzeichnen Rekordverlust

Japans Bahnbetreiber meldeten für den Zeitraum zwischen April und Dezember 2020 einen Rekordverlust.

Die vier Unternehmen der Japan Railways Group hatten durch die Pandemie mit Umsatzeinbrüchen infolge der Ausbreitung des Coronavirus zu kämpfen.

Bahnbetreiber mit deutlichen Verlusten durch die Pandemie

Von den vier Unternehmen korrigierte East Japan Railway Co. (JR East) seine Schätzung für den Nettoverlust für das im März endende Geschäftsjahr von 418 Mrd. Yen auf 450 Mrd. Yen nach unten, da die Passagiernachfrage durch einen weiteren Ausnahmezustand in einigen Teilen Japans, der im Januar ausgesprochen wurde, weiter sinken wird.

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Der Präsident von JR East, Yuji Fukasawa, sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich die Fahrgastnachfrage bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres erholen wird.

In den Monaten April bis Dezember belief sich der Nettoverlust von JR East auf 294,5 Mrd. Yen.

Central Japan Railway Co (JR Central), West Japan Railway Co.  (JR West) und Kyushu Railway Co. (JR Kyushu) hielten ihre Prognosen für den Nettoverlust für das im März endende Geschäftsjahr aufrecht. Branchenbeobachter sagen jedoch, dass es ungewiss ist, wie sich ihre Gewinne verändern werden, nachdem die Epidemie unter Kontrolle gebracht wurde.

JR Central verzeichnete in den neun Monaten einen Nettoverlust von 111,4 Mrd. Yen. JR West und JR Kyushu verzeichneten Nettoverluste von 161,8 Mrd. Yen bzw. 11,6 Mrd. Yen.

Die Ausbreitung von Homeoffice in Japan und die deutlich eingeschränkten Möglichkeiten für Geschäftsreisen schadeten sowohl den Shinkansen-Diensten als auch den konventionellen Zugdiensten, die von den vier Bahnbetreiber angeboten werden.

Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet

Die vier Unternehmen verzeichneten einen Verlust im Shinkansen-Verkehr zwischen 50 und 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im konventionellen Zugverkehr wurde ein Verlust von etwa 40 Prozent verzeichnet.

Auch die von den Bahnbetreibern betriebenen Einrichtungen und Hotels schnitten schlecht ab.

Alle vier Unternehmen haben begonnen, kostensenkende Maßnahmen einzuleiten, darunter die Kürzungen der Gehälter von Managern, Änderungen in den Abfahrtzeiten der Züge und Überlegungen zur Einführung eines neuen Tarifsystems mit Bonuspunkten.

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