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Wachstum nicht stark genug

Japans BIP wächst im 2. Quartal um 1,3 Prozent

Kyoto: Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Zeitraum zwischen April und Juni um 1,3 Prozent gewachsen. Laut Daten der japanischen Regierung bleibt der Konsum allerdings weiter schleppend.

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Das Bruttoinlandsprodukt ist damit das erste Mal seit zwei Quartalen wieder gewachsen, getragen durch gestiegene Exporte.

BIP wächst besser als erwartet, aber kann Rückgang nicht ausgleichen

Zwar ist das Wachstum besser, als die durchschnittlich erwarteten 0,7 Prozent, allerdings ist der Anstieg des BIP zu langsam, um den Rückgang von 3,7 Prozent im 1. Quartal des Jahres auszugleichen. Die japanische Regierung erwartet eigentlich ein deutliches Wachstum für dieses Jahr.

Japan hinkt mit seiner Impfkampagne hinter anderen Ländern hinterher, was sich beim Bruttoinlandsprodukt bemerkbar macht.

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Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, Unternehmen und Beschäftigung zu unterstützen und gleichzeitig der Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie höchste Priorität einzuräumen“, so der Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, Yasutoshi Nishimura, auf einer Pressekonferenz.

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Angesichts des erneuten Anstiegs der Infektionen hatte die japanische Regierung Ende April für Tokyo und drei Präfekturen im Westen Japans den dritten Ausnahmezustand ausgerufen und ihn später auf 10 der 47 Präfekturen des Landes ausgedehnt. Ende Juni wurde er mit Ausnahme der südlichen Inselpräfektur Okinawa wieder aufgehoben.

Die Verbraucherausgaben stiegen gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent, der erste Anstieg seit zwei Quartalen. Im Zeitraum von Januar bis März waren die Ausgaben um 1,0 Prozent gesunken, da Teile des Landes unter dem zweiten Ausnahmezustand standen.

Der aktuelle Ausnahmezustand belastet den Konsum stark: : Gaststätten, die Alkohol ausschenken, wurden aufgefordert, ihren Betrieb einzustellen und Restaurants, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wird, mussten früher schließen. Die Menschen wurden gebeten, zu Hause zu bleiben.

Importe steigen

Die Importe stiegen auf 5,1 Prozent, was an der Beschaffung von Corona-Impfstoffen liegt.

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Die Unternehmensinvestitionen, eine weitere wichtige Säule der Inlandsnachfrage, wuchsen um 1,7 Prozent und die privaten Wohnungsbauinvestitionen stiegen um 2,1 Prozent, die beide zum BIP-Wachstum beitrugen.

Die Staatsausgaben stiegen um 0,5 Prozent, teilweise unterstützt durch den Kauf von Impfstoffen, während die öffentlichen Investitionen um 1,5 Prozent sanken, da die Kosten für den Bau von Infrastrukturen zurückgingen.

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