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Konsum schwächt sich ab

Japans Bruttoinlandsprodukt sinkt im ersten Quartal um 1 Prozent

Japans Bruttoinlandsprodukt ist von Januar bis März gegenüber dem vorherigen Quartal um annualisierte 1,0 Prozent gesunken, da der private Konsum stagniert.

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Laut Daten der japanischen Regierung ging das reale BIP, der Gesamtwert der im Land produzierten Waren und Dienstleistungen, inflationsbereinigt zurück, nachdem es im vorangegangenen Quartal um 0,9 Prozent gewachsen ist.

Rückgang des Bruttoinlandsprodukts nicht so stark wie befürchtet

Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts ist allerdings nicht ganz so stark, wie Wirtschaftsprognosen vorhersagten. Experten sind von einer Schrumpfung von 1,8 Prozent ausgegangen.

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Die Zahlen sind aber kein Grund für Optimismus, da der private Verbrauch, der mehr als die Hälfte des BIP des Landes ausmacht, um 0,03 Prozent zurückging. Im vorherigen Quartal stieg er noch um 2,5 Prozent.

„Rückgänge bei den Ausgaben für Restaurants, Verkehrsmittel und Freizeitunterkünfte trugen zu dem Gesamtrückgang bei, der durch ein Wiederaufflammen der durch die hochansteckende Omikron-Variante verursachten Coronavirus-Infektionen verursacht wurde“, so ein Sprecher der Regierung.

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Das Wachstum der Importe, das das der Exporte übertraf, trug ebenfalls zum Rückgang des BIP insgesamt bei.

Die Importe wuchsen um 3,4 Prozent, nachdem sie im vorangegangenen Quartal um 0,3 Prozent zugelegt hatten. Dazu trugen eine Zunahme der Lieferungen von Impfstoffen gegen das Coronavirus und von Mobiltelefonen sowie höhere Zahlungen für Forschung und Entwicklung bei, die von ausländischen Unternehmen durchgeführt wurden.

Die Exporte stiegen um 1,1 Prozent, verglichen mit einem Anstieg von 0,9 Prozent im vorherigen Quartal, angeführt von einer Erholung der Autolieferungen in die Vereinigten Staaten.

Die Investitionsausgaben, eine weitere wichtige Säule der Inlandsnachfrage, stiegen um 0,5 Prozent, nach einem Wachstum von 0,4 Prozent im vorangegangenen Quartal, aufgrund solider Investitionen in allgemeine Maschinen wie Gasturbinen sowie in Forschung und Entwicklung.

Private Wohnungsbauinvestitionen sinken weiter

Die privaten Wohnungsbauinvestitionen sanken um 1,1 Prozent und waren damit das dritte Quartal in Folge rückläufig, da die Preise für Baumaterialien hoch bleiben und auch die Grundstückspreise in Japan wieder anziehen.

Die Staatsausgaben stiegen aufgrund der Beschaffung von COVID-19-Impfstoffen um 0,6 Prozent, aber die gesamte öffentliche Nachfrage, die den Staatsverbrauch, die öffentlichen Investitionen und die Veränderung der öffentlichen Lagerbestände umfasst, ging um 0,2 Prozent zurück.

Mit Blick auf die Zukunft erwarten einige Analysten, dass Japans BIP im laufenden Zeitraum von April bis Juni wieder wachsen wird, da sich der Verbrauch nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen erholt.

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