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Anstieg durch Autos und Autoteile getragen

Japans Exporte verzeichnen den stärksten Anstieg seit 41 Jahren

Japans Exporte stiegen im Mai um 49,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit 41 Jahren.

Laut Daten der japanischen Regierung ist der Grund dafür eine solide Nachfrage nach Autos und Autoteilen.

Export von Waren stiegen so schnell wie zuletzt im April 1980

Die Exporte von Waren stiegen im Mai auf 6,26 Billionen Yen (ca. 46.9 Milliarden Euro) und damit so schnell wie im April 1980 (51,4 Prozent).

Nachdem die Exporte im März um 16,1 Prozent und im April um 38,0 Prozent gestiegen waren, stiegen sie damit den dritten Monat in Folge, da sich die Nachfrage und die Lieferketten von der Pandemie erholen.

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Die Ausfuhr von Autos und Autoteilen ist um 135,5 Prozent und 139,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Nachfrage nach Autos und Teilen aus Japan war besonders in den USA stark.

Japans Importe verzeichneten mit 27,9 Prozent ebenfalls einen starken Anstieg, was auf eine Erholung des Inlandsverbrauchs und auf einen Anstieg der Rohölpreise zurückzuführen ist.

Im Vergleich um Mai 2019 stieg der Wert der Exporte um 7,3 Prozent, der Wert der Importe sank allerdings um 5,2 Prozent.

Die Warenhandelsbilanz Japans mit dem Rest der Welt belief sich auf ein Defizit von 187,15 Milliarden Yen (ca. 1,40 Milliarden Euro), das erste Minus seit 4 Monaten.

EU und USA mit schnellstem Zuwachs in der japanischen Geschichte

Nach Ländern verzeichneten die Exporte in die USA und die EU den schnellsten Zuwachs in der Geschichte Japans.

Die Importe von Waren aus den USA und der EU stiegen um 28,7 Prozent und 39,4 Prozent, getragen von pharmazeutischen Produkten.

Infolgedessen verzeichnete Japan einen Überschuss von 360,86 Milliarden Yen (ca. 2,7 Milliarden Yen) gegenüber den Vereinigten Staaten und ein Defizit von 188,13 Milliarden Yen (ca. 1,412 Milliarden Euro) gegenüber der EU.

Die Exporte nach China stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 23,6 Prozent, wobei die Lieferungen von Anlagen zur Herstellung von Halbleitern um 63,9 Prozent anstiegen. Hybridautos und Rohstoffe wie Kupferschrott markierten ebenfalls starke Zuwächse.

Die Importe aus China stiegen um 4,8 Prozent, da der Anstieg bei Produkten wie Mobiltelefonen und Kleidung den Rückgang bei Produkten wie Garnen und Textilwaren übertraf. Dies führte zu einem Defizit für Japan von 191,79 Milliarden Yen (ca. 1.4 Milliarden Euro).

Die Exporte nach Asien insgesamt stiegen um 32,5 Prozent und die Importe wuchsen um 13,2 Prozent, sodass der Saldo einen Überschuss von 532,59 Milliarden Yen (ca. 3.997 Milliarden Euro) für Japan ergab.

Alle Zahlen wurden auf einer zollfreien Basis erstellt.

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