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Nachfrage in China lässt Exportvolumen in Japan steigen

Japans Exporte wachsen im März zweistellig

Japans Exporte verzeichneten im März das erste Mal seit mehr als drei Jahren ein zweistelliges Wachstum.

Laut Daten des Finanzministeriums stiegen die Auslandslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 16,1 Prozent. Das größte Wachstum seit November 2017. Insbesondere Autos, Kunststoffe, Halbleiter und Geräte zur Herstellung von Chips wurden mehr exportiert.

Exporte steigen stärker als von Ökonomen geschätzt

Die Exporte sind damit auch deutlich stärker gewachsen, als von Ökonomen geschätzt wurde.

Insgesamt beliefen sich die Exporte auf 7,38 Billionen Yen, im Februar waren die Ausfuhren um 4,5 Prozent gesunken.

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„Es ist natürlich, dass die Exporte im März im Vergleich zum Vorjahr bemerkenswert gestiegen sind, weil es einen großen Einfluss der Pandemie gab, aber wenn wir die Daten mit denen von vor zwei Jahren vergleichen, können wir immer noch sehen, wie robust sie bis zu einem gewissen Grad sind“, so ein Sprecher des Ministeriums.

Aufgeschlüsselt nach Ländern stiegen die Exporte nach China um 37,2 Prozent auf 1,63 Billionen Yen und erreichten damit den höchsten Stand seit der Datenerhebung 1979, gestützt durch eine starke Nachfrage nach Kunststoffen und Rohstoffen wie Kupfer.

Die Exporte in andere Länder, darunter die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, stiegen um 22,4 Prozent, 4,9 Prozent bzw. 12,8 Prozent. Dies waren die stärksten Zuwächse seit mehr als eineinhalb Jahren.

Auch Importe steigen

Die Importe stiegen um 5,7 Prozent auf 6,71 Billionen Yen und damit den zweiten Monat in Folge, was zu einem Warenhandelsüberschuss von 663,72 Milliarden Yen führte, dem zweiten Monat in Folge.

Mit Blick auf die Zukunft trübt ein anhaltender weltweiter Mangel an Halbleitern, die unverzichtbare Teile für die Automobilproduktion sind, die Aussichten für japanische Exporteure.

Für das Geschäftsjahr 2020 bis März sanken Japans Exporte aufgrund der Auswirkungen der Pandemie vor allem in den ersten sechs Monaten um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 69,49 Billionen Yen.

Sie verzeichneten den stärksten Rückgang seit einem Minus von 17,1 Prozent im Geschäftsjahr 2009 im Zuge der globalen Finanzkrise.

Die Importe sanken im vergangenen Geschäftsjahr um 11,6 Prozent auf 68,18 Billionen Yen, ebenfalls der steilste Rückgang seit 11 Jahren, vor allem wegen der sinkenden Preise für Rohöl und andere Energie.

Sowohl die Exporte als auch die Importe schrumpften das zweite Jahr in Folge, sodass Japan einen Warenhandelsüberschuss von 1,31 Billionen Yen erzielte, die erste schwarze Tinte seit drei Jahren.

Alle Zahlen wurden auf zollverrechneter Basis ermittelt.

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