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Unternehmen sollen mehr auf die Rechte von Menschen achten

Japans Finanzaufsicht will an der Tokyoter Börse die Achtung der Menschenrechte verbessern

Japans Finanzaufsicht kündigte an, im Juni den Corporate-Governance-Kodex der Tokyoter Börse zu überarbeiten, um börsennotierte Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte zu verpflichten.

Damit reagiert die Tokyo Stock Exchange Inc. und der Financial Services Agency auf den zunehmenden Druck auf japanische Unternehmen, auf die Menschenrechtsverletzungen an der muslimischen Minderheit in China zu achten.

Kodex der Finanzaufsicht geht weiter als Bestimmungen der japanischen Regierung

Einige Länder, darunter die USA, haben Sanktionen gegen China verhängt, was dazu geführt hat, dass die Reaktion von Unternehmen auf diese Einschränkungen genauer beachtet werden.

Ein von der japanischen Regierung im vergangenen Oktober aufgestellter Aktionsplan fordert Unternehmen lediglich auf, auf die Menschenrechte zu achten, auch bei Partner im Ausland.

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Der Governance-Kodex zielt allerdings darauf ab, ein größeres Bewusstsein für Menschenrechte in Management zu schaffen. So sollen Unternehmen geschützt werden, Investitionen im Ausland zu verlieren.

Die neuen Richtlinien sollen festlegen, dass der Vorstand eines Unternehmens erkennen sollte, dass Menschenrechte ein wichtiges Thema ist, dass zu Gewinnchancen führen kann.

Dafür werden Maßnahmen empfohlen, wie zum Beispiel die genaue Kontrolle, ob Geschäftspartner im Ausland Zwangsarbeiter einsetzten und die Forderung nach Reaktionen, wenn dies festgestellt wird.

Die FSA will bis Dezember dieses Jahres von allen börsennotierten Unternehmen verlangen, Berichte vorzulegen, die die Vorschriften bestätigen.

Japanische Unternehmen reagieren mittlerweile

Anfang Mai wurde berichtet, dass der US-Zoll im Januar eine Lieferung von Hemden der Modemarke Uniqlo beschlagnahmt hat, weil diese gegen ein Importverbot von Produkten mit Baumwolle aus Xinjiang verstieß.

Mizuno Corp. hatte bereits angekündigt, keine Baumwolle aus Xinjiang zu verbreiten und Kagome will bis Ende 2021 kein in der Region hergestelltes Tomatenmark mehr verarbeiten.

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