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Shunto starten Anfang nächsten Jahres

Japans Gewerkschaftsverband Regno fordert eine Lohnerhöhung von 4 Prozent

Japans größter Gewerkschaftsverband Rengo hat am Donnerstag beschlossen, bei den jährlichen Lohnverhandlungen Anfang nächsten Jahres eine Lohnerhöhung von 4 Prozent zu fordern.

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Damit liegt Rengo über der Forderung von einer Erhöhung um 3 Prozent von Premierminister Fumio Kishida.

Gewerkschaftsverband fordert seit sieben Jahren eine Lohnerhöhung

Die Mitglieder Gewerkschaftsbundes haben sich bei ihrem Treffen in der Präfektur Chiba darauf geeinigt, bei den anstehenden „Shunto“-Verhandlungen eine Tariferhöhung von rund 2 Prozent und eine jährliche Lohnerhöhung von 2 Prozent zu fordern.

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Es ist das siebte Jahr in Folge, dass die Rengo, der rund 7 Millionen Mitglieder hat, eine Lohnerhöhung von rund 2 Prozent anstrebt.

Bei den Lohnverhandlungen zu Beginn dieses Jahres stimmten die Unternehmen einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 1,78 Prozent zu, während sie insgesamt eine Lohnerhöhung von 4 Prozent gefordert hatten.

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„Wir können nicht sagen, dass der Reichtum angemessen an die Arbeitnehmer verteilt wurde. Die Gewerkschaften müssen proaktiv Investitionen in die Menschen fordern“, so Tomoko Yoshino, die im Oktober.

Beobachter erwarten, dass die Japan Business Federation (Keidanren), die größte Wirtschaftslobby des Landes, ihre Mitgliedsunternehmen zu Lohnerhöhungen, einschließlich Tarifsteigerungen, auffordern wird.

Omikron könnte Wirtschaft wieder abschwächen

Auf dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Jahr bezeichnete Keidanren pauschale Lohnerhöhungen als unrealistisch, da die negativen Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne je nach Unternehmen und Branche unterschiedlich seien.

Die Erholung von den Folgen der Pandemie ist nach wie vor uneinheitlich und die Besorgnis über die mögliche Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus, die die Wirtschaftstätigkeit dämpfen könnte, wächst.

Unter diesen Umständen wird Rengo versuchen, die Löhne in jeder Branche so weit wie möglich zu erhöhen“, heißt es in den Leitlinien für die kommenden Tarifverhandlungen. Der Gewerkschaftsbund fordert einen Mindestlohn von 1.150 Yen (ca. 9 Euro) pro Stunde, 50 Yen mehr als in diesem Jahr.

Der frühere Premierminister Shinzo Abe hat im Vorfeld der jährlichen Lohnverhandlungen immer numerische Ziele festgelegt und Keidanren hat solche Forderungen beherzigt. Sein Nachfolger Yoshihide Suga forderte Lohnerhöhungen ohne ein konkretes Ziel.

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