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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapans Großhandelspreise steigen um 9 Prozent

Anhaltende Preissteigerungen befürchtet

Japans Großhandelspreise steigen um 9 Prozent

Die Großhandelspreise in Japan sind im August um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, da der schwache Yen die Importkosten in die Höhe getrieben hat.

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Laut den Daten der Bank of Japan (BJO) ist dies der 18. Monat in Folge, was den Preisindex für Unternehmensgüter auf 115,1 Punkte gegenüber dem Basiswert von 100 im Jahr 2020 anstiegen ließ.

Verbraucher haben immer mehr Mühe, mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten

Der Anstieg der Großhandelspreise verstärkt die Befürchtung, dass die letzten Preiserhöhungen der japanischen Unternehmen langfristig anhalten könnten und die Verbraucher bei stagnierenden Löhnen immer mehr Mühe haben werden, mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten.

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Die Importpreise, berechnet in Yen, stiegen im August um 42,5 Prozent und damit den fünften Monat in Folge um mehr als 40 Prozent.

Schwacher Yen lässt Großhandelspreise steigen

Die japanische Währung erreichte in der vergangenen Woche einen neuen 24-Jahres-Tiefstand gegenüber dem Dollar, da die BOJ ihre ultralockere Geldpolitik beibehält, ganz im Gegensatz zur Federal Reserve Bank und der EZB, die beide die Zinssätze angehoben haben, um die Inflation einzudämmen.

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Die Preise für Strom, Stadtgas und Wasser stiegen in Japan um 33,4 Prozent, während die Preise für Erdöl- und Kohleprodukte um 15,6 Prozent zunahmen. Stahlpreise stiegen um 26,1 Prozent, und die Preise für Holz und Holzprodukte stiegen um 20,2 Prozent.

In Japan liegen die Kernverbraucherpreise seit April über dem von der BOJ gesetzten Ziel von 2 Prozent.

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