Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapans Handelsdefizit steigt auf 2,82 Billionen Yen

Zum 13. Mal in Folge

Japans Handelsdefizit steigt auf 2,82 Billionen Yen

Japans Handelsdefizit ist im August auf 2,82 Billionen Yen (ca. 19,6 Milliarden Euro) geklettert, nachdem die höheren Energiepreise und der Wertverlust des Yen den Wert der Importe auf den höchsten Stand aller Zeiten getrieben haben.

Anzeige

Laut den Daten des japanischen Finanzministeriums hat sich das Defizit in der letzten Zeit ausgeweitet und der August markiert den 13. Monat in Folge, was die Auswirkungen der Ressourcenknappheit und der starken Abhängigkeit von Importen auf Japan unterstreicht.

Schwacher Yen und Rohölpreise treiben das Handelsdefizit an

Japans Importe stiegen um 49,9 Prozent auf 10,88 Billionen Yen (etwa 75 Milliarden Euro), der größte Wertzuwachs seit 1979.

LESEN SIE AUCH:  Japan könnte bei einer Rezession besser abschneiden als viele andere Länder

Die Exporte stiegen um 22,1 Prozent auf 8,06 Billionen Yen (ca. 56 Milliarden Euro), nachdem die Auslieferungen von Autos und Chip-Ausrüstung zugenommen hat.

Die russische Invasion der Ukraine hat die Kosten für Rohöl und andere Rohstoffe in die Höhe schnellen lassen. Eine rasche Abschwächung des Yen gegenüber dem US-Dollar macht Japan zusätzlich zu schaffen, da sie die Importkosten in die Höhe treibt und damit das Handelsdefizit vergrößert.

Anzeige

Der Preis für importiertes Rohöl hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 95.608 Yen (ca. 666,60 Euro) pro Kiloliter ungefähr verdoppelt.

Der Yen ist in den letzten Monaten stark gefallen. Nach Angaben des Ministeriums lag er im August mit 135,08 gegenüber dem US-Dollar um 22,9 Prozent niedriger im Vergleich zum Jahr zuvor.

Wirtschaftsexperten rechnen mit einem Wachstum der Wirtschaft

Am Donnerstag wurde der Yen im Bereich von 143 gehandelt, in der Nähe eines 24-Jahres-Tiefs, einen Tag, nachdem die Sorge vor einem direkten Eingreifen der Regierung gewachsen war, um einen weiteren Rückgang zu verhindern.

Wirtschaftsexperten erwarten, dass die japanische Wirtschaft im Juli-September-Quartal weiter wachsen wird, da die Auswirkungen der Pandemie abklingen, aber das Wachstumstempo wird sich wahrscheinlich verlangsamen, da die Inlandsnachfrage schwach bleibt und die steigende Inflation die Haushalte belastet.

Anzeige
Anzeige