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Menschen investieren wieder mehr in ihre Freizeit

Japans Haushalte gaben im September wieder mehr Geld aus

Die japanischen Haushalte haben im September 2,3 Prozent mehr Geld als im gleichen Monat im Vorjahr ausgegeben, der vierte Anstieg in Folge. Grund dafür ist die Aufhebung der Coronabeschränkungen, was dazu geführt hat, dass wieder mehr Geld für touristische Zwecke ausgegeben wird, wie Daten der japanischen Regierung zeigen.

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Laut diesen Daten gaben Zwei- oder Mehrpersonenhaushalte durchschnittlich 280.999 Yen (ca. 1.920 Euro) aus. Auf saisonbereinigter Basis stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent.

Ausgaben der Haushalte stiegen, Löhne sanken

Zwar stiegen die Ausgaben der Haushalte im September an, allerdings sanken auch die Reallöhne um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit dem sechsten Monat in Folge.

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Das Absinken der Löhne wird laut der Regierung dazu führen, dass sich die Stimmung der Verbraucher in Japan in den kommenden Monat immens abkühlen wird.

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Die Aussichten für den Konsum, der mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht, sind ein schlechtes Omen für die Bemühungen von Premierminister Fumio Kishida, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt angesichts der anziehenden Inflation zu stützen.

Aufgeschlüsselt nach Kategorien stiegen die Ausgaben für Freizeitaktivitäten zum sechsten Mal in Folge um 12,6 Prozent, was auf einen Anstieg der Buchungen in Hotels und anderen Unterkünften sowie bei Pauschalreisen zurückzuführen ist.

Die Ausgaben für Verkehr und Nachrichtenübermittlung, einschließlich der Ausgaben für Autoteile und Bahnfahrkarten, stiegen um 8,8 Prozent.

Ausgaben für Lebensmittel stiegen erneut an

Die Ausgaben für Lebensmittel stiegen um 1,2 Prozent, da wieder mehr Menschen auswärts gegessen haben und die Verbraucher sich beeilten, Alkohol zu kaufen, bevor die großen Hersteller ihre Preise im Oktober anhoben.

Umgekehrt sanken die Ausgaben für Versorgungsleistungen wie Strom und Wasser um 1,6 Prozent, angeführt von einem Rückgang der Ausgaben für Gas um 13,1 Prozent, da die Menschen mehr Zeit im Freien verbrachten als im Vorjahr.

Die japanischen Kernverbraucherpreise stiegen im September um 3,0 Prozent und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit über 31 Jahren.

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