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Rückgang nicht mehr so stark wie in den Vormonaten

Japans Haushaltsausgaben signalisieren Erholung

Wie Daten der japanischen Regierung zeigen, fielen die Haushaltsausgaben in Japan um 1,2 Prozent, signalisieren jedoch eine Erholung von der Pandemie.

Der Rückgang hat sich im Vergleich zu einem Einbruch um 16,2 Prozent im Mai und einem Rückgang um 11,1 Prozent im April nach Angaben des Ministeriums für Inneres und Kommunikation deutlich verringert.

Haushaltsausgaben nicht mehr zu stark gesunken

Die realen Ausgaben von Haushalten mit zwei oder mehr Personen beliefen sich im Berichtsmonat auf 273.699 Yen teilte das Ministerium mit. Der Rückgang im Jahresvergleich begann im Oktober letzten Jahres, als der Verbrauchssteuersatz von 8 Prozent auf 10 Prozent angehoben wurde.

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Ein Sprecher des Ministeriums teilte Reportern mit, dass der Verbrauch offenbar durch die Aufhebung des Ausnahmezustands wegen des Virus am 25. Mai, sowie durch die im gleichen Monat begonnene Barauszahlungen der Regierung in Höhe von 100.000 Yen pro Person angekurbelt wurde.

Die saisonbereinigte Zahl für die Ausgaben im Juni stieg gegenüber dem Vormonat um 13 Prozent – der stärkste Anstieg seit Verfügbarkeit vergleichbarer Daten und der erste Anstieg seit vier Monaten, so das Ministerium.

Besonders Möbel und Haushaltsgeräte kurbelten Haushaltsausgaben an

Im Rahmen des Ausnahmezustands, der ab Mitte April für etwa einen Monat landesweit ausgerufen wurde, forderte die Regierung die Bevölkerung auf, nicht mehr auszugehen und bat einige Unternehmen, ihre Geschäftstätigkeit einzustellen, was den privaten Konsum dämpfte. Der Sprecher erklärte, dass etwas mehr als die Hälfte der Japaner die Geldleistung von 100.000 Yen pro Person im Juni erhielt, im Vergleich zu etwa 20 Prozent, die sie im Mai erhielten.

Nach Kategorien betrachtet, stiegen die Ausgaben für Möbel und Haushaltsgeräte um rekordverdächtige 27,4 Prozent. Die Ausgaben für Tische und Sofas haben sich mehr als verdoppelt, und die Ausgaben für Klimaanlagen stiegen um 29,6 Prozent. Die Ausgaben für Fernseher und Personalcomputer stiegen um 83,1 Prozent bzw. 18,1 Prozent, da die Menschen aufgrund der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbrachten.

Der Beamte sagte aber auch, dass die Ausbreitung des Virus immer noch auf den Ausgaben der Haushalte lastet und forderte eine genaue Überwachung jeglichen weiteren Drucks durch das jüngste Wiederaufleben des Virus im ganzen Land.

Ausgaben für kulturelle Aktivitäten gingen deutlich zurück

Die Ausgaben für kulturelle Aktivitäten und Freizeitgestaltung, einschließlich Eintrittsgelder für Museen und Hotelgebühren, gingen um 21,2 Prozent zurück, was den Gesamtrückgang in den jüngsten Ausgabendaten anführte. Die Ausgaben für Pauschalreisen im In- und Ausland blieben ebenfalls schwach und sanken um 90,7 Prozent.

Inflationsbereinigt stieg das durchschnittliche Monatseinkommen von Haushalten mit mindestens zwei Personen, die festangestellt sind, im Juni gegenüber dem Vorjahr um 15,6 Prozent auf 1,02 Millionen Yen, einschließlich Sommerprämien.

Es war der größte Anstieg seit Januar 2001, wozu auch die 100.000 Yen in bar beitrugen, so der Sprecher. Die Ausgaben der Haushalte sind ein Schlüsselindikator für den privaten Konsum, der mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

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