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Zweiter Anstieg in Folge

Japans Haushaltsausgaben sind im April um 13 Prozent gestiegen

Japans Haushaltsausgaben stiegen im April gegenüber dem Vorjahr um rekordverdächtige 13 Prozent. Der Konsum erholte sich von dem starken Rückgang, der durch die Pandemie im vergangenen Jahr ausgelöst wurde.

Laut den offiziellen Daten der japanischen Regierung ist der Anstieg der bisher größte seit Januar 2001. Haushalte mit mindestens zwei Personen haben im Durchschnitt real 301.043 Yen (ca. 2.256 Euro) ausgegeben und liegen damit nur leicht unter dem Niveau von vor der Pandemie.

Haushaltsausgaben steigen zum zweiten Mal in Folge

Die Haushaltsausgaben sind damit den zweiten Monat in Folge gestiegen, im März stiegen sie um 6,2 Prozent. Im Februar wurde noch ein Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnet. Im April 2020 fielen die Ausgaben um 11,1 Prozent, als der erste Ausnahmezustand ausgerufen wurde. Die Aufforderung an die Menschen, zu Hause zu bleiben und die Schließungen von Geschäften, haben den Konsum stark gebremst.

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Die saisonbereinigten Ausgaben stiegen im Berichtsmonat um 0,1 Prozent gegenüber März und damit den dritten Monat in Folge. Für Übernachtungen stiegen die Ausgaben um mehr als das Siebenfache, die für Transport mehr als das Doppelte. Die Ausgaben für Restaurantbesuche stiegen um 87,8 Prozent und die für den Kauf von Autos um 16,8 Prozent.

Ausgaben für Kleidung und Schuhe stiegen um 84,8 Prozent. Das lag teilweise daran, weil einige Schulen und Unternehmen in diesem Jahr die Begrüßungszeremonien für neue Schüler und Angestellte wieder aufgenommen haben.

Monatseinkommen um 2,8 Prozent gestiegen

Auf der anderen Seite sanken die Ausgaben für Reis um 12,6 Prozent und die für Fleisch um 10,9 Prozent. Auch die Zahlungen für Versorgungsleistungen gingen um 6,3 Prozent zurück. Das durchschnittliche Monatseinkommen von Angestelltenhaushalten mit mindestens zwei Personen stieg im April real um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 543.063 Yen (ca. 4.071,55 Euro), nachdem es im März um 1 Prozent gesunken war.

Die Ausgaben der Haushalte sind ein wichtiger Indikator für den privaten Konsum, der mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

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