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Inflation macht sich langsam bemerkbar

Japans Haushaltsausgaben stiegen im Oktober um 1,2 Prozent

Die Haushaltsausgaben im Oktober sind gegenüber dem Vorjahr real um 1,2 Prozent gestiegen, zum fünften Mal in Folge. Der Anstieg beruht auf den steigenden Ausgaben für Reisen, da die Pandemie-Beschränkungen in Japan aufgehoben wurden und die Regierung mit einem Subventionsprogramm versucht, die Menschen zum Reisen zu animieren.

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Die Reallöhne sind im Oktober allerdings um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen, zum siebten Mal in Folge. Allmählich wird der Konsum von den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen ausgebremst.

Inflation noch nicht in den Haushaltsausgaben bemerkbar

Zwar macht sich dies noch nicht in den Haushaltsausgaben bemerkbar, allerdings stieg die Kerninflation im Oktober um 3,6 Prozent und damit so schnell wie seit fast 40 Jahren nicht mehr.

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Mittlerweile hat Japans größter Gewerkschaftsbund angekündigt, bei den „Shunto“ (Lohnverhandlungen) im Frühjahr 5 Prozent mehr Lohn zu fordern, die höchste Forderung seit 28 Jahren.

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Die durchschnittlichen Ausgaben der Haushalte mit mindestens zwei Personen beliefen sich um Oktober auf 298.006 Yen (ca. 2.079 Euro), so die Daten des Ministeriums für innere Angelegenheiten.

Die Ausgaben für Unterhaltung, Hotelübernachtungen und Pauschalreisen stiegen um 8,0 Prozent und damit den siebten Monat in Folge, nachdem das Subventionsprogramm im Oktober eingeführt worden war.

Die Ausgaben für Transport und Kommunikation, einschließlich Bahntickets, stiegen um 1,5 Prozent. Die Aufwendungen für Lebensmittel sanken allerdings um 0,4 Prozent, was den ersten Rückgang seit drei Monaten darstellt und ein Zeichen dafür ist, dass mehr Menschen auswärts essen gehen.

Ausgaben für Kleidung und Schuhe gestiegen

Die Ausgaben für Kleidung und Schuhe stiegen aufgrund des kälteren Wetters um 14,9 Prozent.

Die Haushaltsausgaben sind ein wichtiger Indikator für den privaten Verbrauch, der mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts des Landes ausmacht.

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