Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapans Industrieproduktion stagnierte im November

Warnung vor einem erneuten Abwärtstrend

Japans Industrieproduktion stagnierte im November

Der erneute Anstieg der Coronavirus-Infektionen seit Ende Oktober hat die Industrieproduktion im November zur Stagnation gebracht. Im Vormonat war die Produktion noch deutlich angestiegen.

Anzeige

Ein Regierungssprecher warnte davor, dass die Produktion rückläufig sein könnte, da sich das Coronavirus wieder in der ganzen Welt ausbreitet.

Ministerium hält an positiver Einschätzung der Industrieproduktion fest

Trotzdem hält das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie fest an seiner vorherigen Einschätzung, dass die Industrieproduktion wieder ins Rollen kommt.

LESEN SIE AUCH:  Coronavirus kostete mittlerweile fast 80.000 Japaner ihren Job

Das Ministerium merkte auch an, dass der Expansionsstopp teilweise temporäre Faktoren widerspiegelt, wie z.B. die Verlangsamung der Produktion einiger Autohersteller, um bestehende Modelle zu verbessern.

Anzeige

Der saisonal bereinigte Index der Industrieproduktion blieb bei 95,2 und damit auf dem Niveau des Vormonats, gegenüber der Basis von 100 für 2015, schrieb das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie in einem vorläufigen Bericht. Das Ergebnis folgte auf einen nach oben revidierten Anstieg von 4,0 Prozent im Oktober.

Die Produktion der Automobilbranche, die in den Vormonaten den Gesamtanstieg angeführt hatte, sank um 4,7 Prozent. Dies lag hauptsächlich an schwachen Verkäufen in Nordamerika und Australien, so das Ministerium.

Nachfrage nach Produktionsmaschinen gestiegen

Die Hersteller von Produktionsmaschinen verzeichneten einen Anstieg von 6,5 Prozent aufgrund der starken Nachfrage aus dem Ausland nach Geräten zur Herstellung von Halbleitern. Die Hersteller von Maschinen für allgemeine Zwecke hingegen verzeichneten einen Anstieg von 4,8 Prozent aufgrund der robusten Nachfrage nach Dampfturbinen für den Einsatz in Kraftwerken.

Die vom Ministerium befragten Hersteller sagten, sie erwarteten einen Rückgang der Produktion um 1,1 Prozent im Dezember, aber sie rechneten auch mit einem Anstieg von 7,1 Prozent im Januar.

Das Ministerium wies auf die Unsicherheit über die Auswirkungen der Pandemie hin und verwies auf die jüngste Ausbreitung einer potenziell infektiöseren neuen Variante des Coronavirus vor allem in Europa. Auch in Japan wurden einige Fälle von Menschen bestätigt, die sich mit der Virusmutation infiziert haben.

„Wir müssen die Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft genau beobachten, da das jüngste Wiederauftreten von Coronavirus-Infektionen die sozioökonomischen Aktivitäten beeinflusst“, sagte ein Sprecher des Ministeriums

Der Index der industriellen Verschiffungen im November fiel um 0,9 Prozent auf 94,0 Prozent, der der Vorräte um 1,1 Prozent auf 94,6 Prozent.

Anzeige
Anzeige