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Japanischer "Tankrabatt" verliert Wirkung

Japans Kern-Verbraucherpreise steigen zum neunten Mal in Folge an

Die Kern-Verbraucherpreise, in denen frische Lebensmittel nicht eingerechnet werden, sind in Japan zum neunten Mal in Folge anstiegen. Im Mai stieg der Index um 2,1 Prozent gegenüber April.

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Nachdem der Inflationsindikator im April mit 2,1 Prozent den stärksten Anstieg seit etwa sieben Jahren verzeichnet hatte, verlangsamte sich das Tempo auch im Mai nicht.

Gesunkene Mobilfunkgebühren haben keinen Einfluss mehr auf die Kern-Verbraucherpreise

Das Ausklingen der Auswirkungen niedrigerer Mobilfunkgebühren im Jahresvergleich, die im Mai immer noch um 22,5 Prozent gesunken waren, ist nach Angaben des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation ebenfalls ein Faktor für den Anstieg der Kern-Verbraucherpreise.

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Die Bank of Japan hat ihre sehr lockere Zinspolitik beibehalten, da sie überzeugt ist, dass die Inflation nur vorübergehend sein wird, unterscheidet sich damit von ihren US-amerikanischen und europäischen Zentralbanken, die die Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation anheben. Die japanische Zentralbank sieht sich jedoch zunehmendem Druck ausgesetzt, ihre Politik zu ändern, um der Schwäche des Yen zu begegnen.

Japanischer Tankrabatt verliert seine Wirkung

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Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent an. Die Kerosinpreise stiegen um 25,1 Prozent und die Benzinpreise um 13,1 Prozent, obwohl die japanische Regierung den Ölgroßhandel subventioniert, um den Anstieg der Einzelhandelspreise zu bremsen.

Die Lebensmittelpreise, ohne verderbliche Waren, stiegen um 2,7 Prozent und damit so schnell wie seit etwa sieben Jahren nicht mehr. Kartoffelchips und Hamburger gehörten zu den Produkten, die einen Preisanstieg verzeichneten.

Die steigenden Lebenshaltungskosten sind eines der Hauptthemen bei den Wahlen im nächsten Monat, da die Oppositionsparteien ihre Kritik an der Regierung von Premierminister Fumio Kishida wegen ihrer Untätigkeit verstärken.

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