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Winter könnte Preise schneller ansteigen lassen

Japans Kernverbraucherpreise durch höhere Kraftstoffkosten gestiegen

Japans Kernverbraucherpreise sind im Oktober durch höhere Kraftstoffpreise um 0,1 Prozent gestiegen, was die Stimmung der Verbraucher abkühlen lässt und die Erholung der Wirtschaft gefährdet.

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Laut Daten des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation sind die Preise den zweiten Monat in Folge gestiegen. Zwar federn die stark gesunkenen Mobilfunkpreise den Anstieg etwas ab, vermieden werden kann er allerdings nicht.

Winter könnte die Kernverbraucherpreise drastisch steigen lassen

Die Mobilfunkgebühren sind um 53,6 Prozent zurückgegangen, was sich weiterhin positiv auf die Kernverbraucherpreise auswirkt. Die japanische Regierung hat Druck auf die Mobilfunkanbieter ausgeübt, damit sie die Preise senken und die Verbraucher so entlastet werden.

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Durch den nahenden Winter und der steigenden Energienachfrage, könnte die Wiederbelebung der Wirtschaft in Japan gestoppt werden, da die Rohölpreise weiter steigen und die Verbraucher dadurch ihre sonstigen Ausgaben reduzieren.

Japans hohe Abhängigkeit von Energieimporten macht das rohstoffarme Land anfällig für Schwankungen bei den Rohstoffpreisen und ein schwächerer Yen treibt die Importkosten zusätzlich in die Höhe.

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Die Benzinpreise stiegen mit einem Plus von 21,4 Prozent so stark wie seit über 13 Jahren nicht mehr und folgten damit den höheren Rohölpreisen. Kerosin stieg um 25,9 Prozent, während die Preise für Stadtgas zum ersten Mal seit August 2019 ins Plus drehten.

Inflation gegenüber USA und Europa eher human

Ein weiterer Preistreiber des Verbraucherpreisindexes sind die Übernachtungsgebühren, die um 59,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Im vergangenen Jahr hatte die Preissubventionierung der japanischen Regierung die Preise nach unten gedrückt.

Im Vergleich zu Europa und den USA ist die Inflation in Japan allerdings deutlich langsamer am steigen.

Ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln und Energie sanken die Kernverbraucherpreise um 0,7 Prozent und damit den siebten Monat in Folge.

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