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Anzeichen einer Delfation?

Japans Kernverbraucherpreise sind zum ersten Mal seit 40 Monaten gefallen

Laut aktuellen Regierungsdaten fielen die Kernverbraucherpreise in Japan zum ersten Mal seit 40 Monaten.

Niedrige Ölkosten und die schwache Nachfrage nach Reisen durch die Pandemie haben die Preise nach unten gedrückt. In den kommenden Monaten wird ein weiterer Rückgang erwartet.

Zu früh, um von einer Deflation zu sprechen

Der landesweite Kernverbraucherpreisindex, der frische Lebensmittel ausschließt, fiel um 0,2 Prozent, nachdem er im März um 0,4 Prozent gestiegen war, sagte das Ministerium für Inneres und Kommunikation. Die aktuellen Zahlen sind weit entfernt von dem Ziel der Bank of Japan, eine Inflation von 2 Prozent zu schaffen.

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„Die Energiepreise, die einen großen Einfluss auf die Verbraucherpreise haben, könnten in den kommenden Monaten weiter sinken, wenn sich die Auswirkungen der sinkenden Ölpreise in den Strom- und Gaspreisen widerspiegeln“, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. „Es ist zu früh, um zu sagen, ob der jüngste Rückgang ein Zeichen der Deflation sei“, so der Mitarbeiter.

Analysten beobachten genau, ob der Preistrend in Zukunft deflationär sein wird, was sich auf die Gewinne der Unternehmen auswirken und einen zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Löhne ausüben könnte. Im Berichtsmonat sanken die Preise für Kerosin und Benzin um 9,1 Prozent und 9,6 Prozent, was den Rückgang der Rohölpreise widerspiegelt, der durch die Besorgnis über die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft ausgelöst wurde.

Die Unterbringungskosten sanken um 7,7 Prozent, da der Einreisetourismus aufgrund der von der Regierung zur Eindämmung der Virusausbreitung verhängten Grenzbeschränkungen praktisch völlig zum Erliegen kam.

Tourismus in Japan zusammengebrochen

Japan empfing im April schätzungsweise 2.900 ausländische Reisende, 99,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Regierungsdaten am Mittwoch zeigten. Es war das erste Mal seit 1964, dass die monatliche Zahl unter 10.000 gefallen war.

Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland fielen um 11,7 Prozent, aber das spiegelte nicht die Auswirkungen der Pandemie wider, da viele Reisen um den Januar herum gebucht worden waren. Vielmehr brach die Zahl aufgrund von Vergleichen der Golden Week, die im vergangenen Jahr länger als üblich war, ein.

Unter anderem waren auch die Preise für Blumen betroffen, die um 1,9 Prozent sanken, da die Organisatoren Hochzeiten und Beerdigungen verkleinerten, um das Infektionsrisiko zu verringern. Gesichtsmasken hingegen kosteten 5,4 Prozent mehr und frische Lebensmittel 11,2 Prozent, wobei die Preise für Kohl um 48,2 Prozent stiegen, da mehr Menschen zu Hause blieben.

Lässt man die Auswirkungen einer Verbrauchssteuererhöhung von 8 Prozent auf 10 Prozent, die am 1. Oktober eingeführt wurde, außer Acht, fielen die Verbraucherpreise im April um 0,6 Prozent.

TJT

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