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Angetrieben von einem Rekord-Handelsdefizit

Japans Leistungsbilanzüberschuss erreicht Acht-Jahres-Tief

Japans Leistungsbilanzüberschuss hat sich in der ersten Hälfte des Steuerjahres 2022 mehr als halbiert und ist mit 4,85 Billionen Yen (ca. 33 Milliarden Yen) auf ein Acht-Jahres-Tief gefallen.

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Laut des japanischen Finanzministeriums ist der Rückgang auf ein Rekord-Handelsdefizit zurückzuführen, das durch die steigenden Importe und den starken Verfall des Yen verursacht wurde.

Leistungsbilanzüberschuss zeigt Probleme des rohstoffarmen Japans

Nach den vorläufigen Daten des Ministeriums sank der Leistungsbilanzüberschuss im Zeitraum von April bis September um 6,86 Billionen Yen (ca. 46,7 Milliarden Yen) gegenüber dem Vorjahr. Der starke Rückgang unterstreicht die Probleme des rohstoffarmen Japans, das stark von Importen abhängig ist.

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Das Handelsdefizit des Landes belief sich auf 9,23 Billionen Yen (ca. 62,8 Milliarden Euro), nachdem die Importe doppelt so schnell stiegen wie die Exporte.

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Die Importe stiegen um 47,1 Prozent auf den Rekordwert von 58,76 Billionen Yen (ca. 400 Milliarden Euro), was auf die gestiegenen Kosten für Rohöl, Kohle und Flüssigerdgas und die starke Abwertung des Yens zurückzuführen ist.

Die Exporte stiegen um 21,3 Prozent auf 49,52 Billionen Yen (ca. 337 Milliarden Euro) und damit so stark wie noch nie, nachdem die Auto- und Stahlexporte zugenommen haben.

Schwacher Yen lässt Primäreinkommen ansteigen

Der Yen hat gegenüber dem US-Dollar stark an Wert verloren, da sich die Zinsdifferenz zwischen Japan und den Vereinigten Staaten vergrößert hat. Von April bis September fiel der Yen im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent, der Dollar lag im Durchschnitt bei 134,01 Yen.

Der schwächere Yen ließ den Überschuss bei den Primäreinkommen, der die Erträge aus Auslandsinvestitionen widerspiegelt, um 25,2 Prozent auf den Rekordwert von 18,23 Billionen Yen (ca. 124,1 Milliarden Euro) ansteigen. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Handelshäuser ihre repatriierten Gewinne aufgrund der steigenden Rohstoffpreise in die Höhe schnellen ließen.

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