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Gefahr einer Rezession

Japans Probleme beim Impfen gefährden die Wirtschaft

Der Chef der Bank of Japan warnte am Mittwoch davor, dass die Wirtschaft des Landes durch die anhaltenden Probleme beim Impfen immer weiter unter Druck gerät.

In seiner Online-Rede bei einer Veranstaltung von Research Institue of Japan sagte Harujhiko Kuroda, dass sich die Wirtschaft in einem „schweren“ Zustand befinde und die wirtschaftlichen Aktivitäten auf einem niedrigeren Niveau als vor der Pandemie befinden. Die BJO werde die weitere Entwicklung beobachten und zusätzliche Lockerungsmaßnahmen ergreifen, so Kuroda.

Bank of Japan wird Notfallprogramm bei Bedarf verlängern

Kurdoa bekräftigte, dass die japanische Zentralbank in Abhängigkeit vor den Auswirkungen der Pandemie eine Verlängerung des seit vergangenen Jahr bestehenden Notfallprogramms zur Unterstützung der Finanzierung von Unternehmen über September hinaus in Betracht ziehen wird.

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Im Ausblick der Bank wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen von COVID-19 in der Mitte des Projektionszeitraums, der bis zum Geschäftsjahr 2023 läuft, fast abklingen werden, vor allem aufgrund der Fortschritte bei den Impfungen“, so Kuroda in seiner Rede. „Allerdings sind das Tempo der Impfstoffeinführung und die Wirksamkeit der Impfstoffe mit Unsicherheiten behaftet, sodass ein Risiko besteht, dass der Abwärtsdruck auf die wirtschaftliche Aktivität zunimmt.“

Laut den aktuellen Daten der japanischen Regierung ist Japans Wirtschaft im ersten Quartal 2021 um 5,1 Prozent geschrumpft. Mittlerweile warnen Ökonomen wieder davor, dass das Land in eine Rezession abrutschten könnte.

Inflationsziel von 2 Prozent nicht mehr erreichbar

Die Pandemie führt auch dazu, dass das Ziel der Bank of Japan, eine Inflation von 2 Prozent zu erreichen, nicht mehr vor dem Ende von Kurodas Amtszeit erreicht werde. Trotzdem hält die Zentralbank weiter an diesem Ziel fest.

Die Preissituation in Japan steht im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo die Sorgen um die Inflation gewachsen sind. Im März sank der japanische Kern-Verbraucherpreisindex, ohne die volatilen frischen Lebensmittel, um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und war damit weit von dem schwer zu erreichenden Ziel der BOJ von 2 Prozent entfernt.

„Die schwache Nachfrage inmitten der Pandemie hat den Druck auf die Preise aufrechterhalten, aber der Rückgang ist teilweise auf die Vorsicht der Verbraucher gegenüber COVID-19 zurückzuführen. Preissenkungen zur Stimulierung der Nachfrage haben sich nicht unter den Unternehmen verbreitet, und es wird erwartet, dass der Kern-VPI positiv wird und allmählich im Einklang mit der wirtschaftlichen Erholung steigt“, so Kuroda

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