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Einbußen durch fehlende Touristenmassen

Japans Tourismus- und Einzelhandelsbranche melden Umsatzeinbrüche durch das Coronavirus

Das Coronavirus sorgt in der japanischen Tourismus- und Einzelhandelsbranche für schlechte Zahlen, da Hunderttausende chinesische Touristen Gruppenreisen nach Japan abgesagt haben.

Die Zahl der Chinesen, die ihre Reservierungen bis März stornierten, belief sich laut einer Studie des japanischen Verbands der Reisebüros (JATA) auf 400.000.

Hotels und Kaufhäuser sind auf die Kaufkraft chinesischer Touristen angewiesen

Die Zahl würde weiter steigen, wenn chinesische Reisende, die geplant hatten, auf Privat- und Geschäftsreisen nach Japan zu kommen, mitgerechnet würden.

Der Ausbruch des Virus, der in Wuhan in Zentralchina eine Lungenentzündung verursacht, erfolgte unmittelbar vor dem chinesischen Neujahrsfest vom 24. bis 30. Januar. In der Zeit reisen viele Chinesen normalerweise nach Japan.

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Dass die chinesischen Touristen nun wegbleiben, hat sich auf das Geschäftsergebnis japanischer Hotels und Kaufhäuser ausgewirkt, die auf die Kaufkraft chinesischer Touristen angewiesen sind.

Präfektur Shizuoka besonders betroffen

Die Präfektur Shizuoka mit ihren berühmten heißen Quellen und malerischen Orten ist eine der am stärksten betroffenen Präfekturen. 60 Prozent der ausländischen Besucher sind Chinesen.

Laut dem Tourismusverband der Präfektur haben mehr als 1.800 Chinesen ihre Reisen in die Präfektur abgesagt.

Ein Gasthaus im Thermalbad Kanzanji in Hamamatsu in der Präfektur berichtete, dass für die Gruppenreisen im Februar und März keine Reservierungen von chinesischen Gästen vorliegen.

„Das ist wirklich bedauerlich, da chinesische Touristen erst vor Kurzem in unserem Gasthaus übernachtet haben“, beklagte sich eine Mitarbeiterin.

Kaufhäuser in Japan verzeichnen deutlichen Umsatzrückgang

Japanische Kaufhäuser, die eine massive Ankunft chinesischer Touristen erwarteten, verzeichneten einen Umsatzrückgang.

Rund 80 Prozent der Einkäufe ausländischer Besucher in den drei führenden Kaufhäusern Daimaru-Matsuzakaya, Takashimaya und Mitsukoshi-Isetan werden von Chinesen getätigt.

Da die Zahl der chinesischen Käufer abnimmt, fielen ihre jeweiligen Verkäufe während der Neujahrsfeiertage in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr.

Insbesondere das Kaufhaus Takashimaya verzeichnete mit einem Minus von 14,7 Prozent das stärkste der drei Kaufhäuser.

Die Lage in Takashimaya verschlechtert sich, da der Rückgang seit dem 29. Januar 2019 auf 30 bis 40 Prozent gestiegen ist.

Chinesen gaben 2019 1.771,8 Milliarden Yen in Japan aus

Laut der Japan Tourism Agency gaben chinesische Besucher 2019 in Japan 1.771,8 Milliarden Yen aus.

Wenn das von der chinesischen Regierung verhängte Verbot von Gruppenreisen ins Ausland sechs Monate lang andauert, würde dies laut einer Schätzung von SMBC zu einem Rückgang der Ausgaben in Japan um 295 Milliarden Yen und einem Rückgang des japanischen Bruttoinlandsprodukts um 0,05 Prozent führen Nikko Securities Inc.

Einige Kaufhäuser befürchten mittlerweile, dass die Auswirkungen auf den Verbrauch japanischer Käufer übergreifen.

„Wenn der Ausbruch des Wuhan-Coronavirus länger dauert als ursprünglich angenommen, können sich Japaner in ihren Häusern einnisten, um das Risiko einer Exposition zu vermeiden“, sagte ein Mitarbeiter eines Kaufhauses.

MA

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