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Japans Transportbranche zählt durch Coronavirus weniger Passagiere

Deutlich weniger Passagiere

Durch die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 haben einige Branchen in Japan große Probleme, darunter auch Transportunternehmen. Die Menschen bleiben in Japan zurzeit lieber zu Hause und gehen nur kurz nach draußen.

Daher ist die Zahl der Passagiere, die die Tokaido Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Tokyo und Osaka nutzen, zwischen dem 1. und 8. Februar um 8 Prozent zurückgegangen, teilte Central Japan Railway Co. mit. Einen ähnlich starken Rückgang verzeichnete das Unternehmen nach der dreifachen Katastrophe im Mai 2011.

Auch andere Bahnunternehmen berichten, dass sie einen großen Rückgang von Passagieren verzeichnen. In Bezug auf die Luftfahrtindustrie teilte die Narita International Airport Corp. am Donnerstag mit, dass die Anzahl der Passagiere, die zwischen dem 1. und 22. Februar nach China abreisten, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 66,5 Prozent auf 42.400 gesunken waren.

Auch die Tourismusbranche leidet massiv unter der Ausbreitung des Coronavirus

Angesichts der Tatsache, dass viele japanische Unternehmen ihre Mitarbeiter auffordern, von zu Hause aus zu arbeiten und den Kontakt mit anderen zu minimieren, wird die Tourismus- und Unterhaltungsbranche laut Analysten weitere Verluste hinnehmen.

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Die Einnahmen in Kaufhäusern und Hotels der Konzernunternehmen von JR Central sind mit dem Rückgang des Tourismus einhergegangen. „Es ist schwierig, die Geschäftsaussichten einzuschätzen, da es ungewiss ist, wann der Virusausbruch enden wird“, sagte Shin Kaneko, Präsident von JR Central, kürzlich auf einer Pressekonferenz.

COVID-19 versetzt Hotels einen schweren Schlag

Die Verbreitung von COVID-19 hat der japanischen Hotelbranche inzwischen einen schweren Schlag versetzt, da alle Gruppenreisen von China in andere Länder seit Ende letzten Monats verboten sind.

Tokyo Shoko Research teilte am Dienstag mit, dass ein traditionsreicher Thermalkomplex in der Präfektur Aichi bankrott gegangen sei, nachdem Stornierungen von Chinesen den Cashflow beeinträchtigt hätten. Die Insolvenz markiert das erste geschäftliche Scheitern in Japan im Zusammenhang mit dem Virus, sagte das Kreditforschungsunternehmen.

Nach Angaben des Forschungsunternehmens antworteten rund 70 Prozent der 12.348 in einer Umfrage befragten japanischen Unternehmen, dass der Ausbruch ihre Unternehmensaktivitäten bereits beeinflusst hat oder voraussichtlich beeinflussen wird.

Im Jahr 2019 verzeichnete Japan einen Rekord von 31,88 Millionen Touristen. Nach Ländern und Regionen lag China mit 9,59 Millionen um 14,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Auch Busunternehmen kämpfen mit Passagierrückgang

„Wir haben Stornierungen nicht nur von Besuchern aus China, sondern auch aus Südostasien erhalten. Angesichts des Trends, dass Menschen Menschenmassen meiden, werden sich die Auswirkungen wahrscheinlich hinziehen“, sagte ein Vertreter der Hokkaido Bus Association.

Einer Umfrage unter seinen Mitgliedern zufolge wurden zwischen Januar und März etwa 1.700 für Fahrten gecharterte Busse gestrichen, was zu Verlusten in Höhe von 110 Millionen Yen führte.

Der Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, Kazuyoshi Akaba, sagte auf einer Pressekonferenz am Freitag, dass die japanische Regierung die Maßnahmen zur Unterstützung der vom Ausbruch betroffenen Unternehmen verstärken werde.

Japans Wirtschaft, die drittgrößte der Welt, schrumpfte im Oktober-Dezember-Quartal um 6,3 Prozent auf Jahresbasis. Dies war der stärkste Rückgang seit mehr als fünf Jahren, da eine Erhöhung der Verbrauchssteuer und Schäden durch Taifune ihren Tribut forderten.

TJT

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