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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftJapans Unterhaltungsindustrie schrumpft durch die Pandemie um 10 Prozent

Maßnahmen führen zu Rekordverlusten für die Branche

Japans Unterhaltungsindustrie schrumpft durch die Pandemie um 10 Prozent

Die Pandemie hat Japans Unterhaltungsindustrie hart getroffen, die Zahl der Freizeiteinrichtungen, Bars und Restaurants ist in Japan um 10 Prozent geschrumpft. Grund dafür ist insbesondere die Aufforderung der japanischen Regierung, den Betrieb auszusetzen oder einzuschränken, um Infektionen mit dem Coronavirus zu verhindern.

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Alle Verbände, die Unternehmen in dieser Branche vertreten, melden gesunkene Umsätze und Geschäftsausgaben in Rekordhöhe.

Von Bowlingbahnen über Karaoke

Laut einer Umfrage der All-Japan Karaoke Industrialist Association ist die Zahl der Karaoke-Lokale im Geschäftsjahr 2020 um 908 oder 9,7 Prozent, auf 8.436 zurückgegangen. Der Umsatz hat sich auf 197,3 Milliarden Yen (ca. 1,53 Milliarden Euro) halbiert.

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„Wir sind schockiert über die Zahlen“, so ein Vertreter des Verbandes. „Viele Menschen assoziierten Karaoke-Salons mit Quellen von Cluster-Infektionen und engen Räumen, die ein hohes Infektionsrisiko darstellen, was dem Geschäft einen schweren Schlag versetzte.“

Nach Angaben der Bowling Proprietors‘ Association of Japan schlossen im Geschäftsjahr 2020 50 Bowlingbahnen ihre Türen, ein Rekordhoch in den letzten zehn Jahren, ein Rückgang um 6,8 Prozent. Dadurch gibt es jetzt nur noch 682 Bowlingbahnen in Japan.

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Ein Vertreter des Verbandes sagte, die Pandemie treffe die Branche zu einem Zeitpunkt, zu dem die Zahl der Bowlingbahnen aufgrund ihrer veralteten Anlagen bereits rückläufig sei.

Restaurants mit am stärksten betroffen

Die Zahl der Bars und Restaurants ging laut einer Umfrage der Japan Foodservice Association, der rund 450 Restaurantketten angehören, im Jahr 2020 um 1,8 Prozent zurück.

Die Zahl der Izakaya ging um 7,3 Prozent zurück, die Zahl der „Dinner-Restaurants“ sank um 4,6 Prozent.

Der Verband gab die tatsächliche Zahl der Restaurants, die geschlossen wurden, nicht bekannt, aber ein Vertreter sagte, dass allein etwa ein Dutzend großer Restaurantketten während der Pandemie etwa 2.000 Filialen geschlossen haben.

Unterstützung für die Unterhaltungsindustrie reicht nicht aus

Die Zahl der  veranstalteten Live-Musik-Events, Rakugo-Stücke und anderen Bühnenauftritte sank um 66,6 Prozent auf 10.637 im Jahr 2020. Der Umsatz sank um 78,7 Prozent auf 78 Milliarden Yen (ca. 609 Millionen Euro).

Zwar können Unternehmen der Unterhaltungsindustrie Unterstützung erhalten, wenn sie der Aufforderung zur Schließung nachkommen, oder ihre Öffnungszeiten kürzen, aber diese finanziellen Mittel reichen oft nicht aus, um die Betriebskosten zu decken.

Teilweise gab es auch einige Probleme bei der Auszahlung der Subventionen.

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