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Auch Aussichten sind schlecht

Japans wichtigster Wirtschaftsindex verzeichnet stärksten Rückgang seit 15 Monaten

Japans wichtigster Wirtschaftsindex, der den Zustand der Wirtschaft widerspiegelt, verzeichnete im August den stärksten Rückgang seit 15 Monaten.

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Insbesondere die schleppende Autoproduktion, die durch die Halbleiterknappheit verursacht wird, sind laut Daten der japanischen Regierung der Hauptgrund für den Rückgang.

Wirtschaftsindex fällt um 2,9 Punkte

Der vom Kabinettsbüro ermittelte Index der Geschäftslage für August fiel gegenüber Juli um 2,9 Punkte auf 91,5 Punkte, ausgehend von einem Basiswert von 100 im Jahr 2015. Dies ist der stärkste Rückgang seit dem Minus von 7,1 Punkten im Mai letzten Jahres, als Japan zum ersten Mal den Ausnahmezustand COVID-19 verhängte.

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Obwohl der Index nach einem Rückgang um 0,2 Punkte im Juli den zweiten Monat in Folge gesunken ist, hielt die Regierung an ihrer Einschätzung fest, dass sich die heimische Wirtschaft „verbessert“. Sie verwendete den sechsten Monat in Folge den optimistischsten Ausdruck in seiner fünfstufigen Bewertung.

Ein Sprecher sagte, dass die Indizes für die Industrieproduktion und den Versand gesunken seien, wobei die Automobilindustrie die Hauptlast der Chip-Krise zu tragen habe. Ein Mangel an Autoteilen aufgrund von Fabrikschließungen in südostasiatischen Ländern, die durch einen Anstieg von Coronavirus-Infektionen verursacht wurden, wirkte sich ebenfalls aus.

Auch Einzelhandelsumsätze rückläufig

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Der Index für die Einzelhandelsumsätze ging ebenfalls zurück, wobei der Sprecher sagte, dass die Umsätze in Lebensmittelgeschäften schlecht waren, da die Menschen angesichts des Wiederauftretens des Coronavirus nicht mehr ausgehen wollten. Zudem sind die Preise für Gemüse durch Rekordregen und Hitze deutlich gestiegen.

Der führende Index für die Geschäftslage, der die Situation in den kommenden Monaten vorhersagt, verzeichnete im August ebenfalls den zweiten monatlichen Rückgang in Folge und sank um 2,3 Punkte auf 101,8.

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