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Deutliches Wachstum

Japans Wirtschaft erholt sich vom Rekordeinbruch

Japans Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent und erholte sich damit deutlich vom größten Einbruch der Nachkriegszeit.

Die aktuellen Daten der japanischen Regierung sind ein Zeichen dafür, dass sich das Land allmählich von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholt.

Analysten erwarten eine mäßige Erholung der Wirtschaft

Analysten sind allerdings vorsichtig und erwarten, dass eine Erholung der Wirtschaft nur mäßig ausfallen wird, da eine anhaltende Konsumschwäche und ein erneuter Anstieg der Infektionen sowohl in Japan, wie auch im Rest der Welt, die Aussichten trüben.

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Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug 18,9 Prozent, wie die Daten des Cabinet Office zeigen. Dies war der erste Anstieg seit vier Quartalen und folgte auf einen Einbruch um 28,8 Prozent im April-Juni.

Im Quartalsvergleich wuchs die Wirtschaft um 5,0 Prozent und damit mehr als die Prognosen von 4,4 Prozent. Japan schafft damit den Sprung aus der Rezession.

Der private Verbrauch, der mehr als die Hälfte der Wirtschaft ausmacht, stieg im Juli-September um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal und erholte sich damit von einem Einbruch im April-Juni, der auf Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus zurückgeführt wurde.

Die Auslandsnachfrage – oder Exporte minus Importe – trug 2,9 Prozent-Punkte zum BIP-Wachstum bei, dank einer Belebung der Auslandsnachfrage, die die Exporte um 7,0 Prozent steigerte.

Drittes Konjunkturpaket wird geschnürt

Die Investitionsausgaben gingen jedoch um 3,4 Prozent zurück und schrumpften damit das zweite Quartal in Folge, was darauf hindeutet, dass die Unsicherheit über die Auswirkungen der Pandemie die Geschäftsstimmung belastete.

Japan hat bisher zwei Konjunkturpakete im Gesamtwert von 2,2 Billionen Dollar angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitskrise abzufedern, darunter Barzahlungen an Haushalte und Kredite für kleine Unternehmen.

Premierminister Yoshihide Suga hat sein Kabinett vergangene Woche angewiesen, ein weiteres Paket zu schnüren.

Trotz einiger Anzeichen einer Besserung in den letzten Monaten erwarten Analysten, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im laufenden Finanzjahr, das im März 2021 endet, um 5,6 Prozent schrumpfen wird. Es könnte Jahre dauern, bis das Niveau von vor der COVID-Pandemie wieder erreicht ist.

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