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Deutlich stärker als von Analysten erwartet

Japans Wirtschaft schrumpft weiter

Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal deutlich schneller als erwartet geschrumpft, da die weltweiten Versorgungsprobleme die Exporte belasten.

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Analysten gegen davon aus, dass sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im laufenden Quartal erholen wird, allerdings verschärfen die Produktionsengpässe die Situation für das exportabhängige Japan.

Wirtschaft schrumpfte um 3,0 Prozent

Die Wirtschaft schrumpfte im Zeitraum Juli-September um annualisierte 3,0 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal um 1,5 Prozent zugelegt hatte, wie vorläufige Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigten. Analysten haben im Durchschnitt einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet.

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Das schwache BIP steht im Gegensatz zu dem anderer Länder wie den Vereinigten Staaten, deren Wirtschaft im dritten Quartal um 2,0 Prozent gewachsen ist.

Im Quartalsvergleich sank das japanische BIP um 0,8 Prozent, während die Prognosen von einem Rückgang um 0,2 Prozent ausgingen.

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Premierminister Fumio Kishida will am Freitag ein Konjunkturpaket im Wert von mehr als 40 Billionen Yen (ca. 306 Milliarden Euro) auf den Weg bringen, aber einige Ökonomen sind skeptisch, was die Auswirkungen auf das kurzfristige Wachstum angeht.

Privater Verbrauch ebenfalls gesunken

Der private Verbrauch, der mehr als die Hälfte der Wirtschaft ausmacht, sank um 1,1 Prozent, Ökonomen hatten einen Rückgang von 0,5 Prozent erwartet.

Die Verbraucherausgaben sanken zum ersten Mal seit zwei Quartalen, da die Ausgaben für Dienstleistungen, einschließlich Reisen und Restaurantbesuche, aufgrund des monatelangen Ausnahmezustands, der am 1. Oktober landesweit vollständig aufgehoben wurde, schleppend blieben.

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