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Stärkster Rückgang seit 2020

Japans Wirtschaft steht immer mehr unter Druck

Japans Industrieproduktion fiel im Mai um 7,2 Prozent, was die Wirtschaft weiter unter Druck setzt, die aktuell mit einer Erholung von den Folgen der Pandemie kämpft.

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Der Rückgang unterstreicht die Herausforderungen für Japan, denen das Land bei der Bewältigung der hohen Rohstoff- und Energiepreise gegenübersteht. Dazu kommt, dass die steigenden Preise auf die Verbraucherstimmung drückt.

Wirtschaft kämpft mit vielen Problemen

Laut Daten der japanischen Regierung ist die Industrieproduktion im Mai saisonbereinigt um 7,2 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Insbesondere die Produktion von Autos, elektrischen Maschinen und Maschinen für allgemeine Zwecke ist stark zurückgegangen.

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Der Rückgang ist der stärkste seit einem Minus von 10,5 Prozent im Mai 2020 und weitaus größer, als Ökonomen erwartet haben. Der Druck auf die Wirtschaft steigt also weiter, was auch eine Meldung von Toyota unterstreicht.

Der weltweit größte Automobilhersteller gab einen Tag vor Veröffentlichung der Daten bekannt, dass er sein bereits herabgesetztes globales Produktionsziel für Mai verfehlt hat.

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Toyota produzierte im vergangenen Monat weltweit 634.940 Fahrzeuge, verglichen mit seinem Ziel von etwa 700.000, das es Mitte April aufgrund von Pandemiemaßnahmen in Shanghai um 50.000 von 750.000 gesenkt hatte.

Während sich die Wirtschaftstätigkeit im japanischen Dienstleistungssektor unter anderem dank einer leichten Erholung der Ausgaben nach der Pandemie erholt, steht das verarbeitende Gewerbe des Landes aufgrund von Lieferengpässen bei Teilen und Hightech-Chips unter Druck.

Regierung senkt ihre Einschätzung

Die Regierung senkte ihre Einschätzung der Industrieproduktion und sprach von einer Abschwächung, womit sie ihre frühere Einschätzung, dass die Produktion ins Stocken geraten sei, zurücknahm.

Die vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) befragten Hersteller rechneten im Juni mit einem Produktionsanstieg von 12,0 Prozent und im Juli mit einer Zunahme von 2,5 Prozent.

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