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Änderung der Geschäftspraktiken gefordert

JFTC greift in den Streit von Öffnungszeiten der Convenience-Stores ein

Die Kommission zum fairen Handel (JFTC)  greift in den Streit um die Öffnungszeiten der Convenience-Stores ein.

Die JFTC veröffentlichte einen Bericht, in dem es heißt, dass der Zwang, dass Franchisenehmer ihr Geschäft rund um die Uhr geöffnet lassen müssen, ein Verstoß gegen die Gesetzte gegen private Monopolisierung sein könnte. Auch der allgemeine Umgang mit der Warenverteilung wird kritisiert.

Die 24-Stunden-Öffnungszeiten werden seit Jahren immer wieder kritisiert, da der Arbeitskräftemangel es schwierig macht, das benötigte Personal zu finden.

Zentralen bieten Franchisenehmern oft keine anderen Möglichkeiten

Die JFTC wies in ihrem Bericht darauf hin, dass es Fälle gibt, in denen die Geschäfte von ihren Zentralen keine Kooperation bei der Verkürzung der Arbeitszeit nach dem Ganztagsmodell erhalten.

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Laut des Berichtes könnte das Drängen der Zentralen, die Geschäfte 24 Stunden offenzuhalten, eine Verletzung der Passagen gegen die Ausnutzung der überlegenen Verhandlungsposition im Gesetz über das Verbot privater Monopolisierung und die Aufrechterhaltung des fairen Handels darstellen.

Angesichts des möglichen Verstoßes fordert die JFTC die acht  großen japanischen Convenience-Store-Betreiber auf, ihre Praktiken zu verbessern.

66,8 Prozent der Franchisenehmer wollen laut der JFTC ihre Öffnungszeiten ändern

In dem Teil des Berichtes, in dem Franchisenehmer über den 24-Stunden-Betrieb befragt wurden, gaben nur 33,2 Prozent der Befragten an, dass sie auch weiterhin ihr Geschäft rund um die Uhr geöffnet lassen wollen.

66,8 Prozent gaben an, dass sie entweder eine vorübergehende oder vollständige Reduzierung der Arbeitszeiten versuchen wollten oder dass sie einen Versuch mit kürzeren Geschäftszeiten wagen wollten. Darüber hinaus gaben 8,7 Prozent an, dass ihre Zentrale nicht auf die Verhandlungen über die möglichen Änderungen der Öffnungszeiten reagiert habe.

Zum Thema Produkte gaben 51,1 Prozent der Ladenbesitzer an, Produkte gegen ihren Willen auf Lager zu haben, nachdem ihnen dies vom Franchiseunternehmen nachdrücklich empfohlen worden war.

Mehr als 40 Prozent gaben auch an, dass sie gezwungen worden seien, mehr Produkte als nötig ins Lager zu legen, oder dass Mitarbeiter der Hauptverwaltung ohne Genehmigung Waren in ihre Geschäfte bestellt hätten.

Wenn die Lagerbestände unverkauft bleiben, steigt die Kostenbelastung der Franchisenehmer und die Umfrage macht deutlich, dass viele Geschäfte dazu gedrängt wurden, die Verantwortung für Waren zu übernehmen, die sie nur widerwillig annehmen wollten.

Unternehmen müssen ihre Geschäftspraktiken überprüfen

Die JFTC kommt in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass sowohl das Zwingen von Franchisenehmern, rund um die Uhr geöffnet zu bleiben, als auch die Verpflichtung Produkte zu bestellen, die nicht benötigt werden, Handlungen sind, die Verstöße gegen Gesetze gegen private Monopolisierung gleichkommen und forderte die acht großen Lebensmittelkonzerne auf, ihre Geschäftspraktiken zu überprüfen und zu verbessern, um der Kommission bis Ende November Berichte vorlegen zu können.

Darüber hinaus teilte die JFTC mit, dass sie im Frühjahr 2021 ihre Richtlinien für den Betrieb als Franchise-Unternehmen überarbeiten und ihre Standpunkte zu Fragen wie der 24-Stunden-Öffnungzeiten neu schriftlich darlegen werde.

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