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Damit kommt sie auch international gut an

Junge Landwirtin setzt auf außergewöhnliche Produkte, um im Geschäft zu bleiben

10 Jahre brauchte die junge Landwirtin Haruna Endo, um ihr Konnyaku-Gelee rentabel zu machen. Durch ihre auffälligen Produkte erreicht sie mittlerweile Verbraucher in ganz Japan und im Ausland.

Der Onkel ihres Ehemannes brachte die junge Frau das erste Mal mit Konnyaku in Kontakt. Heute betreibt sie eine auf Konnyaku spezialisierte Fabrik in der Präfektur Gunma. Die Region ist in Japan bekannt für eine Kartoffel ähnliche Knollenpflanze, die Konjaku / Konnyaku-Kartoffel genannt wird. 90 Prozent aller Konnyaku stammen aus Gunma.

Kleine Firma mit großer Idee

Endos Firma verkauft eine Vielzahl spaßiger Produkte, die die Vielseitigkeit von Konnyaku belegen. Dazu gehört Bubble Tea oder kleine runde Desserts in Form von Konnyaku-Gelee, die auch in verschiedenen Farben erhältlich sind. Auch die Namen der Produkte sind immer mit einem kleinen Augenzwinkern gewählt, denn sie heißen „Puri Puri“ oder auch „Geschenke der Tengu“.

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Im letzten Jahr nahm ein beliebtestes Hotel im Onsen Kusatsu einige ihrer Konnyaku Bubble Teas in sein Angebot auf. Innerhalb von zwei Wochen wurden mehr als 1.700 Getränke verkauft, sodass das kleine Unternehmen aus Gunma jetzt plant, weitere Lokalitäten mit seinen Produkten zu beliefern.

Vor allem die Tatsache, dass Konnyaku relativ kalorienarm ist, macht die Knolle beliebt. Allerdings sorgt für grauweiße Farbe und das gummiartige Aussehen dafür, dass viele davor zurückschrecken, Konnyaku zu verwenden. Das geschmacklose Nahrungsmittel wird häufig in japanischen Gerichten wie Oden (mit Soja gewürzte Brühe), Miso-Suppe oder Shirataki verwendet.

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Die Nachfrage in Japan ging in den letzten Jahren aber zurück, sodass die junge Landwirtin aus Gunma überlegte, ihre Produkte international bekannt zu machen. Vor allem in den USA kommen immer mehr Menschen auf den Geschmack. Auch die generelle Beliebtheit der japanischen Küche in Übersee sorgt dafür, dass die Geschäfte besser laufen.

Landwirtin mit Startschwierigkeiten

2005 zog Haruna Endo mit ihrem Mann nach Numata, vor allem um ihr Kind in einer naturbelassenen Umgebung aufzuziehen. Die junge Frau, die mit der Landwirtschaft bis dato keinen Kontakt hatte, beschloss dann den Hof eines Bekannten ihres Schwiegervaters zu übernehmen. Die Anfangszeit erwies sich als schwierig, denn der Alltag einer Landwirtin sah völlig anders aus, als die junge Japanerin ihn sich vorgestellt hatte.

Obwohl die junge Frau vorher viel über den richtigen Anbau von Konjaku gelesen hat, funktionierte er in der Realität doch völlig anders und vor allem Erfahrung führte zu Ziel. Der An-bau von Konnyaku erwies sich als Glücksspiel, mit hohem Risiko. Denn während Kartoffeln jährlich geerntet werden können, braucht die Konjaku-Knolle drei Jahre bis sie reif ist.

junge Landwirtin bei der Arbeit
Landwirtin auf eigenem Hof Bild: Kasho

Im August 2015 erbte Endo vom Onkel ihres Mannes eine Fabrik, die es ihr möglich machte, selbst Konnyaku-Gelee herzustellen. Anfangs fiel es der neuen Produzenten schwer, einen Markt für ihre Produkte zu finden. Mit Mut und Einfallsreichtum schaffte es die Bäuerin aus Gunma aber langsam sich durchzusetzen.

Die löslichen Ballaststoffe von Konnyaku erzeugen schnell ein Sättigungsgefühl und helfen so dabei nicht zu viel zu essen. Gerade deswegen werden Endos Produkte in Amerika immer beliebter. Auf diesen Markt will sich die Landwirtin aus Japan jetzt weiterhin konzentrieren.

Kyodo

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