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"Demon Slayer" sorgte für 22 Prozent der Einnahmen

Kinos in Japan verzeichnen 2020 einen historischen Einbruch

Die Kinos in Japan erlebten durch die Pandemie 2020 einen historischen Einbruch der Kinobesucher und Einnahmen.

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Zwar sorgte der Film „Demon Slayer“ allein für 22 Prozent der Gesamteinnahmen, aber da viele andere Titel verschoben wurden, sanken die Einnahmen trotzdem auf ein historisches Tief, so die Motion Picture Producers Association of Japan

Einnahmen der Kinos auch mit „Demon Slayer“ eingebrochen

Die Zahl der Kinobesucher lag 2020 bei 106,14 Millionen und sank damit auf den niedrigsten Stand seit 1955, als der Verband gegründet wurde. Auch die Einnahmen an den Kinokassen erreichten mit 143,29 Mrd. Yen den tiefsten Stand seit der Einführung der Statistik im Jahr 2000, so der Verband.

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Im Jahr 2019 erreichten die kombinierten Jahreseinnahmen für inländische und importierte Filme mit 261,18 Milliarden Yen den höchsten Stand aller Zeiten, aber im darauffolgenden Jahr sank die Zahl wegen der Pandemie um 45,1 Prozent, so die Daten.

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Die Situation hätte noch schlimmer sein können, wenn der Film „Demon Slayer — Kimetsu no Yaiba — The Movie: Mugen Train“, nicht veröffentlicht worden wäre. Der Film, eine Geschichte über einen heranwachsenden Jungen, der gegen menschenfressende Dämonen kämpft, wurde zum umsatzstärksten Film in Japan und spielte bis Ende Dezember rund 32,5 Milliarden Yen ein.

Keishi Kobayashi, Mitarbeiter des Verbands sagte, die Kinobesucherzahlen seien die schlechtesten in Japans Nachkriegszeit. „Selbst, wenn die Menschen nicht mehr in die Kinos zurückkehren, nachdem die Coronavirus-Epidemie unter Kontrolle ist, müssen wir ihnen ständig versichern, dass die Kinos sicher sind und dass es Präventivmaßnahmen gegen Infektionen gibt.“

Der bisherige Tiefststand der jährlichen Kinobesuche lag nach Angaben des Verbandes bei 119,58 Millionen im Jahr 1996.

Filme aus Japan machten über 76 Prozent der Einnahmen aus

Inländische Filme machten im vergangenen Jahr über 76 Prozent der jährlichen Einnahmen an den Kinokassen aus und übertrafen damit das 13. aufeinanderfolgende Jahr die Einnahmen aus importierten Filmen, so der Verband.

Die Kasseneinnahmen für japanische Filme fielen auf 109,28 Milliarden Yen, ein Rückgang von über 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so die Daten.

Bei ausländischen Filmen sanken die Einnahmen auf 34 Milliarden Yen, 71,4 Prozent weniger als im Vorjahr, da viele große Hollywood-Filme ihren Kinostart verschoben.

Kinos in ganz Japan waren im Zuge des ersten Ausnahmezustands geschlossen, den die japanische Regierung im vergangenen Frühjahr ausgerufen hatte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch nach der Wiedereröffnung standen die Kinos vor der Hürde, bei voller Auslastung mit eingeschränkten Sitzplätzen zu arbeiten.

Von den importierten Filmen, die in den Kinos des Landes gezeigt wurden, die nach der Aufhebung des Ausnahmezustands den Betrieb wieder aufnahmen, spielte „Tenet“ mit 2,7 Milliarden Yen den höchsten Betrag ein, so der Verband.

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