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Umstrittene Aktivität der Brauerei nach Militärputsch eingestellt

Kirin beendet sein Joint-Venture in Myanmar

Die japanische Brauerei Kirin kündigte am Freitag an, sein Joint-Venture in Myanmar zu beenden.

Kirin ging 2015 mit der Myanma Economic Holdings Public Co. eine Partnerschaft ein, die allerdings scharf kritisiert wurde.

Kirin bleibt in Myanmar aktiv

Laut der Mitteilung der japanischen Brauerei ist das Unternehmen zutiefst besorgt über die Aktionen des Militärs in Myanmar, das gegen die Standards und Menschenrechtspolitik des Unternehmens verstößt.

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„In Anbetracht der gegenwärtigen Umstände haben wir keine andere Wahl, als unsere gegenwärtige Joint-Venture-Partnerschaft mit Myanma Economic Holdings Public Company Limited zu beenden, die die Dienstleistung der Verwaltung von Wohlfahrtsfonds für das Militär erbringt“, heißt es der Erklärung.

Das Militär hatte Anfang der Woche durch einen Putsch die Macht übernommen und die Politikerin Aung San Suu Kyi festgenommen. Kirin hat allerdings keine Pläne, sich aus Myanmar zurückzuziehen und wird weiterhin Bier in dem Land verkaufen, so das Unternehmen. Nachdem Bedenken über die Finanz- und Führungsstrukturen der Partner geäußert wurden, führte Kirin eine Überprüfung durch und stoppte die Dividendenzahlungen der Unternehmen.

Kritik von Amnesty International

Laut Amnesty International gehören zu den Aktionären der Myanma Economic Holdings Militäreinheiten und hochrangige Militäroffiziere, die direkt in Verbrechen nach internationalem Recht und andere schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind. Zu den Verbrechen gehört auch der Völkermord an den Rohingya.

Der UN-Sicherheitsrat drückte am Donnerstag seine tiefe Besorgnis über die Situation in Myanmar aus und forderte die sofortige Freilassung aller Inhaftierten, einschließlich Suu Kyi. In den vergangenen Jahren ist das Geschäft japanischer Firmen in Myanmar stark gewachsen, auch wenn die Infrastruktur und das Investitionsumfeld verbessert werden müssen. Die Suzuki Motor Corp. gehört ebenfalls zu den großen japanischen Firmen, die in Myanmar produzieren. Das Unternehmen hat bereits seine Fabriken im Land geschlossen.

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