Stats

Anzeige
Home News Wirtschaft Klimawandel wird der japanischen Reis-Industrie schaden

Klimawandel wird der japanischen Reis-Industrie schaden

Wenn der Klimawandel sich weiterhin so schnell fortsetzt, werden die Ernten von Koshihikari, die wichtigste in Japan angebaute Reissorte, in ca. 20 Jahren doppelt so hoch sein.

Laut eines Berichts eines Forscherteams der Ibaraki Universität zufolge wird dies zu einem Preisverfall und Verlusten für die Reis-Industrie von bis zu 44,2 Milliarden Yen führen.

Anteil an minderwertigem Reis wird sich erhöhen

Wenn die durchschnittlichen Tagestemperaturen während der zweiwöchigen Kornfüllzeit zwischen 26 und 27 Grad erreichen, wird der Stärkegehalt der Pflanze reduziert. Dies führt zu einer größeren Zahl von Körnern mit einem trüben Weiß, die wie unreifes Korn aussehen.

Mehr zum Thema: 
Ertragreiche Reissorten gelten als Retter in Zeiten steigender Lebensmittelkosten in Japan

Unreife Körner gelten allerdings als minderwertige Ware. Wenn die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Reiskörner mehr als 30 % des Produktes als minderwertig erachtet, muss der Reis je nach Aussehen und anderen Faktoren mit einer Qualitätsstufe von 2 oder weniger verkauft werden. Ein hoher Anteil an unreifen weißen Körnern beeinträchtigt auch den Geschmack des Reises.

Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass sich der Anteil von unreifen weißen Körnern bis Ende der 2020er Jahre auf durchschnittlich 6 bis 7 % landesweit erhöhen wird. Japans durchschnittliche August-Temperaturen werden in den 2040er Jahren auf einen Höchststand von 27 Grad ansteigen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um den Klimawandel in seinem derzeitigen Tempo zu stoppen. Unter diesen Umständen würde sich die Rate der unreifen weißen Körner ungefähr verdoppeln und auf 12,6 Prozent steigen.

Darüber hinaus analysierte das Team die tatsächlichen Ergebnisse, bei denen die Rate der unreifen weißen Körner 16,9 % überstieg, und stellte die Hypothese auf, dass die Ernte dann mit der Qualitätsstufe 2 bewertet würde. Basierend auf ihrer Theorie beschränkte sich die Region, in der die durchschnittliche Ernte von Koshihikari als zweitklassig oder niedriger bewertet würde, in den 2020er Jahren nur auf Teile, die im Westen Japans liegen.

30 Prozent der Reisfelder in ganz Japan werden betroffen sein

In den 2040er Jahren würde sich das Problem jedoch weiter ausbreiten und große Teile Ostjapans betreffen. Besonders betroffen wären Japans Küstenebenen, einschließlich Niigata, der Reisgürtel des Landes. Die Forscher gehen davon aus, dass 30 Prozent oder mehr aller Reisfelder betroffen sein werden und dies zu einem Verlust für die Industrie von mindestens 44,2 Milliarden Yen bedeutet.

Da die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft Japans bereits sichtbar sind, werden in verschiedenen Regionen temperaturbeständige Reissorten entwickelt. Außerdem wird an verschiedenen Maßnahmen gearbeitet, um die Ernten stabil zu halten.

MA

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here