Anzeige
HomeNachrichten aus JapanWirtschaftLebensmittelpreise in Japan steigen wegen der Nachfrage in China

Mehrkosten für die Haushalte

Lebensmittelpreise in Japan steigen wegen der Nachfrage in China

Die Lebensmittelpreise in Japan steigen. Ein Grund: die wachsende Nachfrage von chinesischer Seite.

Anzeige

Die Produzenten kämpfen mit einem Anstieg der Kosten für Zutaten, die sie so kaum mehr auffangen können, und die Folgen dieser Entwicklung bekommen mittlerweile auch die Haushalte zu spüren.

Speiseöl wird teurer

Da die Nachfrage in China wieder steigt, planen Nisshin Oillio Group Ltd., J-Oil Mills Inc. und Showa Sangyo Co., die Preise für Speiseöl für den Haushaltsgebrauch im August um etwa 50 Yen (0,38 Euro) pro Kilogramm zu erhöhen.

„Der Anstieg ist möglicherweise nicht vorübergehend, da das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage strukturell angespannt werden könnte aufgrund des globalen Bevölkerungswachstums und der steigenden Verwendung von Pflanzenöl als Dieselkraftstoff als Maßnahme gegen den Klimawandel“, so ein Sprecher des Unternehmens.

LESEN SIE AUCH:  Japanischer Reis erobert den chinesischen Markt

Die Hersteller planen, auch die Preise für Speiseöl für den kommerziellen Gebrauch zu erhöhen.

Anzeige

Nisshin Foods Inc., Nippn Corp. und Showa Sangyo Co. kündigten Preiserhöhungen für Weizenmehl für den Haushaltsgebrauch ab Juli an.

Der Anstieg spiegelt die höheren Verkaufspreise wider, die von der japanischen Regierung im April festgelegt wurden.

Importierter Weizen, der etwa 90 Prozent des inländischen Verbrauchs ausmacht, wird zunächst vom Staat gekauft und dann an private Unternehmen verkauft.

Die von der Regierung festgesetzten Verkaufspreise wurden angehoben, da die Marktpreise für Weizenmehl aufgrund der zunehmenden Käufe Chinas gestiegen sind. China nutzt das Mehl als ein Futtermittel für die Schweine.

Lebensmittelpreise vom internationalen Markt abhängig

Anzeige

Auch für gefrorenes Rindfleisch aus den Vereinigten Staaten steigen die Preise.

Die Großhandelspreise für Fleisch, das in Gyudon (Rindfleischschüsseln) verwendet wird, stiegen im Mai um fast 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf die Auswirkungen eines Rückgangs der australischen Rindfleischlieferungen, einer Dürre vor Ort sowie auf die steigende Nachfrage in den USA und China zurückzuführen ist.

Da Japan in hohem Maße von importierten Lebensmitteln abhängig ist, wird erwartet, dass das Land weiterhin unter den Preisspitzen auf den internationalen Märkten leiden wird.

  • Weitere Artikel zum Thema:
  • China
Anzeige
Anzeige