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Probleme könnten bis März bestehen bleiben

Lieferengpässe führen zu schlechten Verkaufszahlen der NextGen-Konsolen in Japan

Die Verkaufszahlen der Playstation 5 und Xbox-Series X blieben in der ersten Verkaufswoche in Japan hinter den Verkaufszahlen der Vorgängerkonsolen zurück.

Grund dafür sind die Lieferengpässe, die dafür sorgen, dass zurzeit viele Kunden leer ausgehen.

Verkaufszahlen deutlich unter den Vorgängermodellen

Laut Famitsu verkaufte Sony zwischen dem 12. und 15. November 118.085 PlayStation 5, etwa ein Drittel des Volumens, das am Einführungswochenende für die PlayStation 4 erzielt wurde.

Microsoft hat in den sechs Tagen seit dem Start am 10. November 20.534 Einheiten seiner Xbox-Series X und S gezählt, was ebenfalls unter den Verkaufszahlen der Vorgänger-Konsole liegt.

Mehr zum Thema:  Playstation 5 kommt in Japan auf den Markt

Sonys Aktienkurs fiel am Donnerstag in Tokyo um bis zu 1,6 Prozent und Microsofts Aktienkurs am Mittwoch in New York um etwa den gleichen Betrag.

Die Schätzungen geben einen ersten Einblick in die Verkäufe der neuen Xbox- und PlayStation-Konsolen, zwei Geräte, die die Wunschlisten dieses Weihnachten dominieren sollten. Japan gehörte zu den ersten Märkten weltweit, auf denen die beiden Konsolen veröffentlicht wurden und gilt als wichtiges Schlachtfeld zwischen zwei Unternehmen, die darum wetteifern, eine Führungsposition im Bereich der Spiele der nächsten Generation zu erlangen und das längerfristige Wachstum voranzutreiben.

„Die Lieferengpässe in den USA ähneln denen in Japan“, schrieben die Analysten Kota Ezawa und Yui Shoji von Citi Research. „Dies scheint sowohl auf geringe Angebotsmengen als auch auf eine starke Nachfrage nach der Veröffentlichung hinzudeuten.“

Situation spiegelt das Angebot, nicht die Nachfrage wider

Die Situation spiegelt wahrscheinlich eher das verfügbare Angebot als die Nachfrage nach den Konsolen wider, da beide Unternehmen ihre Maschinen bereits am ersten Tag ausverkauft sahen, sagte Serkan Toto, ein Industrieberater in Tokyo.

Microsoft brachte seine beiden neuen Konsolen gleichzeitig in 37 Ländern auf den Markt. Das Unternehmen mit Sitz in Redmond, Washington, bezeichnete die Einführung als das erfolgreichste Xbox-Debüt aller Zeiten, aber diese Leistung scheint auf Kosten eines dünn gestreuten Angebots gegangen zu sein.

Auch Sony kämpft mit einem unzureichenden Angebot, während das Unternehmen versucht, seine neuen Konsolen in 65 Ländern einzuführen, doppelt so viele Länder, wie bei der PS4.

Lieferengpässe könnten bis März bestehen bleiben

Sonys Finanzvorstand Hiroki Totoki sagte den Investoren im Oktober, dass Engpässe in der Versorgungskette die Bemühungen des Technikgiganten, die Nachfrage zu befriedigen, behindert hätten und dass die Beschränkungen bis März nächsten Jahres fortbestehen könnten. In Japan war das Unternehmen gezwungen, ein Lotteriesystem zur Verwaltung von PS5-Vorbestellungen einzuführen.

Die Einzelhändler in Japan sagen jedoch, es sei noch unklar, wann sie genügend Konsolen auf Lager haben werden. Die Preise für PS5-Geräte auf dem Wiederverkaufsmarktplatz Mercari sind von den üblichen 40.000 bis 50.000 Yen auf über 100.000 Yen gestiegen.

Nicht alle Menschen haben es eilig, die neuen Konsolen sofort zu erhalten, da die meisten neuen Spiele noch auf der PS4 und Xbox One spielbar sind. Dennoch sagte der Analyst des Ace Research Institute, Hideki Yasuda, dass die Hersteller das Angebot so schnell wie möglich aufstocken sollten, da ein Verlust des anfänglichen Schwungs den Verkäufen über die gesamte Lebensdauer schaden könnte.

„Die Verkaufsdynamik in den ersten zwei Wochen ist entscheidend für die Bildung einer Verbraucherstimmung über ein Produkt, und deshalb ist es wichtig, bei der Markteinführung eine ausreichende Menge vorzubereiten“, so der Analyst.

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