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HomeNachrichten aus JapanWirtschaftLohnerhöhung in Japan fällt durch die Pandemie niedrig aus

Große Unternehmen erhöhen die Grundgehälter

Lohnerhöhung in Japan fällt durch die Pandemie niedrig aus

Bei den jährlichen Verhandlungen über die Lohnerhöhung (Shunto) in Japan haben die großen Unternehmen zwar eine Erhöhung angeboten, allerdings wird das allgemeine Lohnwachstum durch die Pandemie geringer ausfallen.

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Das Wachstum ist für Japan entscheidend, um eine Deflation zu vermeiden und die Inlandsnachfrage anzukurbeln.

Toyota kommt Forderung nach Lohnerhöhung nach

In Japan fordern die Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen oft Lohnerhöhungen, die sich an der Unternehmensleistung orientieren, zusätzlich zu den festen, regelmäßigen Lohnerhöhungen nach individueller Leistung und anderen Faktoren wie der Dauer der Betriebszugehörigkeit, sowie Boni.

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Die Pandemie hat einige Firmen und Branchen härter getroffen als andere, was Keidanren, die mächtigste Wirtschaftslobby des Landes, dazu veranlasste, dazu brachte, ein pauschales Lohnwachstum abzulehnen.

Toyota stimmte der von der Gewerkschaft geforderten durchschnittlichen Lohnerhöhung von 9.200 Yen pro Monat zu, aber der führende japanische Automobilhersteller gab nicht bekannt, ob der Betrag eine Grundlohnerhöhung beinhaltet. Er bot an, Boni im Wert von sechs Monatsgehältern zu zahlen.

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Auch Nissan hat die Forderung seiner Gewerkschaft nach einer Lohnerhöhung von durchschnittlich 7.000 Yen pro Monat akzeptiert, genauso wie im Vorjahr. Der in Yokohama ansässige Automobilhersteller stimmte zu, Boni im Wert von fünf Monatsgehältern zu zahlen.

Angesichts der durch die Pandemie verursachten Gewinneinbußen verzichteten einige Gewerkschaften und Unternehmen, darunter die der Mazda Motor Corp. und der Mitsubishi Motors Corp. auf grundlegende Lohnerhöhungen.

Auch Elektronikhersteller erhöhen die Grundgehälter

Die großen Elektronikhersteller boten das achte Jahr in Folge eine Erhöhung der Grundgehälter an und einigten sich auf eine Erhöhung von etwa 1.000 Yen pro Monat, was in etwa dem Betrag des Vorjahres entspricht.

Die Ergebnisse spiegeln wider, dass die Elektronikindustrie im Vergleich zu anderen Branchen weniger Gewinneinbußen hinnehmen musste, was zum Teil auf die gestiegene Nachfrage nach Haushaltsartikeln zurückzuführen ist, da mehr Menschen während der Pandemie zu Hause blieben.

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Panasonic Corp. bot eine Erhöhung von 1.000 Yen pro Monat an, was eine höhere Grundvergütung beinhaltet. Hitachi Ltd. stimmte einer Erhöhung des Grundlohns um 1.200 Yen zu, während Toshiba Corp., Fujitsu Ltd. und Mitsubishi Electric Corp. anboten, ihren Grundlohn um 1.000 Yen zu erhöhen.

Die Gewerkschaften der Elektronikbranche hatten eine Erhöhung um 2.000 Yen gefordert. Im vergangenen Jahr hatten die Gewerkschaften beschlossen, nicht mehr an einer einheitlichen Erhöhung in der Branche festzuhalten.

Verhandlungen mit anderen Branchen könnten hart werden

Die großen japanischen Unternehmen sind in den letzten Jahren den Forderungen der Regierung nach Lohnerhöhungen nachgekommen, um die Binnennachfrage zu stützen.

Laut Daten der Keidanren stimmten sie zu, die monatlichen Löhne nach Lohnverhandlungen im Jahr 2020 um durchschnittlich 2,12 Prozent zu erhöhen.

Experten erwartet, dass die Lohnverhandlungen im nicht-verarbeitenden Branchen hart sein werden, da Fluggesellschaften, Hotels, Restaurants und andere Dienstleister durch die Ausbreitung des Virus harte wirtschaftliche Einbußen hinnehmen mussten.

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