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Nicht nur die Angestellten profitierten von dieser Idee

Microsoft Japan erzielt positive Ergebnisse mit 3-Tage-Wochenende

Japan steht nicht gerade in dem Ruf, Familie und Arbeit gut vereinbaren zu können. Bei Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit landet das Industrieland oft im unteren Teil der Rankings.

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Seit Jahrzehnten ist es in Japan so, dass Meetings außerhalb der regulären Geschäftszeiten abgehalten werden. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, dies zu ändern, heißt es in der Regel, dass es so sei, weil man es nicht ändern könne.

Erste Unternehmen in Japan steuern Überarbeitung entgegen

Erste Unternehmen starteten jetzt aber konkrete Schritte, um dieses Problem anzugehen. Eines dieser Unternehmen ist Microsoft Japan, das mit einer außergewöhnlichen Idee um die Ecke kam.

Im August brachte Microsoft Japan ein Projekt auf den Weg, das die Arbeitsweise seiner Angestellten reformieren sollte. Unter dem Titel „Work-Life Choice-Challenge“ gewährte das Unternehmen allen 2.300 Mitarbeitern ein 3-Tage-Wochenende, bei dem der Freitag ebenfalls arbeitsfrei war. Diese zusätzlichen freien Tage wurden auf den normalen Urlaub natürlich nicht angerechnet.

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Das Ergebnis sprach für sich. Die Mitarbeiter nahmen 25,4 Prozent weniger Urlaubstage in Anspruch und sparten insgesamt 58,7 Prozent an Papier, weil sie weniger Seiten ausdruckten. Gleichzeitig sank der Stromverbrauch in den Büros um 23,1 Prozent. All dies führte dazu, dass das Unternehmen Geld sparte. Gleichzeitig stieg die Produktivität um 39,9 Prozent. Obwohl die Japaner weniger Zeit auf Arbeit verbrachten, leisteten sie wesentlich mehr.

Weniger Arbeit, aber mehr Produktivität

Ein Großteil der zusätzlichen Produktivität ergab sich daraus, dass Meetings verkürzt oder durch virtuelle Treffen ersetzt wurden. Selbstverständlich waren die Mitarbeiter von Microsoft Japan von dieser Aktion begeistert. 92,1 Prozent erklärten, den zusätzlichen freien Tag genossen zu haben. Aufgrund dieses Erfolgs kündigte Microsoft an, die Aktion spätestens im Sommer 2020 zu wiederholen.

Diese Aktion sickerte jetzt auch ins Netz durch. Viele wünschen sich an ihrer eigenen Arbeitsstelle ähnliche Projekte, weil auch sie sich einfach überarbeitetet fühlen. Viele teilen die Meinung, dass vor allem die Effizienz entscheidend ist und an dieser Stelle noch immer viel getan werden muss.

NBP

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