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HomeNachrichten aus JapanWirtschaft"Miyagi Styles" soll Sake-Export nach Europa steigern

Spezielle Sake für den europäischen Markt

„Miyagi Styles“ soll Sake-Export nach Europa steigern

Die Präfektur Miyagi hat ein Projekt namens „Miyagi Styles“ gestartet, das dabei helfen soll, den Sake-Export nach Europa zu steigern. Dafür arbeitet die Präfektur mit acht Brauereien zusammen.

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Bei den Brauereien handelt es sich um kleine Unternehmen, deren Möglichkeiten zu exportieren begrenzt sind. Durch das Projekt soll in Zusammenarbeit mit einem Logistikunternehmen das Versandvolumen deutlich erhöht werden.

Sake-Export nach Deutschland

„Miyagi Styles“ wurde am 17. Dezember vorgestellt, dabei wurden allerdings nicht die Namen der Brauereien genannt. Die Brauereien werden insgesamt fünf Sorten für den Export herstellen, die alle ein einheitliches Etikett tragen werden.

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Im Januar 2022 sollen 380 Flaschen nach Deutschland exportiert werden, zudem sind Verkostungen geplant.

Neben Vertretern der Sake-Brauereien nahmen an der Veranstaltung zum Projektstart auch Mitglieder der „Miyagi Ricey Lady“ teil, die für den in der Präfektur produzierten Reis werben, sowie Roth Antoine, Assistenzprofessor an der Tohoku-Universität.

Sake wird weltweit beliebter

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Antoine, der aus der Schweiz stammt, sagte: „Sake passt gut zur traditionellen europäischen Küche. Das Image Japans ist in Europa gut, daher denke ich, dass die Leute ihn ohne zu zögern trinken werden.“

Kazuyuki Hoshi, Direktor des Büros für internationale Wirtschaftsförderung der Präfektur, sagte: „Die Coronavirus-Pandemie hat den Zustrom von Menschen aus dem Ausland gestoppt, aber das Logistikgeschäft nimmt zu. Wir möchten dies mit der Entwicklung von Vertriebskanälen verknüpfen.“

Sake verkauft sich zwar in Japan immer schlechter, da moderne und günstigere Getränke beliebter werden, allerdings steigt der weltweite Konsum an.

Nach Angaben der Japan Sake and Shochu Makers Association sind die Verkäufe von exportiertem Sake in den letzten zehn Jahren jeweils gestiegen und haben sich von 7,2 Milliarden Yen im Jahr 2009 auf 23,4 Milliarden Yen im Jahr 2019 mehr als verdreifacht.

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In Deutschland wurde Anfang des Jahres die Sake Embassy Germany gegründet. Ein Verein, der die japanische Trinkkultur in Deutschland fördern will. Im Oktober veranstaltete der Verein die erste Sake Week Berlin.

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