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Niedrige Zinsen und hohe Kreditkosten bringen japanische Regionalbanken in Schwierigkeiten

Niedrige Zinsen und hohe Kreditkosten

In ganz Japan sind im ersten Halbjahr Regionalbanken wegen des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus und höherer Kreditkosten in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Ohne die Suruga Bank mit einzurechnen, die von einem Kreditskandal betroffen war, wiesen 66 der 102 Regionalbanken für das im September endende Halbjahr niedrigere Nettogewinne aus. Fünf Banken wiesen Verluste aus.

Kreditkosten haben sich verdoppelt

Der Nettogewinn der 102 Banken sank gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent auf 435,5 Milliarden Yen (ca. 3,637 Milliarden Euro), da sich die Kreditkosten, der Betrag, der gegen potenzielle Kreditverluste zurückgestellt wurde, auf 106,7 Milliarden Yen verdoppelte.

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Einschließlich Suruga sank der Zinsüberschuss der 103 Regionalbanken um 4,1 Prozent auf 1.788,2 Billionen Yen, da die Zentralbank bei der geldpolitischen Lockerung die Kreditmargen drosselte.

Der Reingewinn aus dem Kernbankgeschäft stieg aufgrund von Gewinnen aus Anleihenverkäufen um 6,8 Prozent auf 652,3 Milliarden Yen.

Trotzdem sagt Hitoshi Umeda, Präsident der Chiba Kogyo Bank: „Kredite sind die Haupteinnahmequelle. Die Situation ist schwierig.“

Die Gesamtkreditkosten im ersten Halbjahr betrugen zum ersten Mal seit sieben Jahren mehr als 100 Mrd. Yen.

Regionalbanken bilden nicht unbedingt Rückstellungen

Die hohen Kreditkosten seien auf das Risikomanagement einzelner Banken zurückzuführen, so Ritsuo Sasajima, Vorsitzender der Regional Banks Association of Japan. „Banken bilden wegen der schwachen Konjunktur nicht unbedingt Rückstellungen.“

Laut Branchenangaben haben die Bemühungen der Regionalbanken, Kredite an Kunden außerhalb ihrer Heimatregionen zu vergeben, zunehmend zu einem Verlust der Risikokontrolle geführt.

„Es besteht Besorgnis über das Wachstum der Kreditkosten in der zweiten Jahreshälfte nach Naturkatastrophen“, sagte Yusuke Yasuoka, Analyst bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities Co.

Suruga erzielte im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 15,9 Milliarden Yen nach einem Verlust von über 100 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum.

Einschließlich Suruga stieg der Reingewinn der 103 Banken um 11,0 Prozent auf 451,1 Milliarden Yen.

TJT

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