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Absatz in den USA und Europa schwierig

Nissan meldet Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Der japanische Autohersteller Nissan Motor Co. meldete am Dienstag einen Gewinneinbruch von 70 Prozent und senkte seinen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019.

Nissan kämpft weiterhin mit sinkenden Verkäufen und den Folgen des Skandals um seinen früheren Vorsitzenden Carlos Ghosn.

Betriebsgewinn von Nissan weit unter Schätzungen von Analysten

Der Betriebsgewinn von Japans zweitgrößtem Autohersteller belief sich von Juli bis September auf 30 Milliarden Yen (ca. 249 Millionen Euro) gegenüber 101,2 Milliarden Yen im Vorjahr.

Analysten schätzen, dass der Konzern einen Betriebsgewinn von ca. 47,48 Milliarden Yen erreichen wird.

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Nissan, dessen Gewinne seit fast zwei Jahren immer neue negativ Rekorde erreichen, senkte seine Prognose für das Betriebsergebnis bis März 2020 auf 150 Mrd. Yen, nachdem zuvor 230 Mrd. Yen prognostiziert worden waren. Mit der neuen Prognose wird das Ergebnis für das Gesamtjahr das schlechteste seit elf Jahren erreichen.

Durch jahrelange starke Preisnachlässe und Flottenverkäufe, insbesondere in den USA, hat Nissan den Ruf einer „Billigmarke“ zu sein und der niedrige Wiederverkaufswert der Fahrzeuge und einen belastenden Gewinn.

Der Absatz von Nissan ging in allen wichtigen Märkten wie Japan, den USA, China und Europa von April bis September zurück. Weltweit sank der Absatz um 6,8 Prozent auf rund 2,5 Millionen Einheiten.

Ein weiteres schwaches Quartal des Autoherstellers, der von Ghosns Verhaftung wegen Veruntreuung vor einem Jahr und Probleme mit seinem nordamerikanischen Geschäft, dürfte das neue Führungsteam von Nissan unter Druck setzen.

Neues Führungsteam soll Probleme lösen

Der Autohersteller setzt einen globalen Wiederherstellungsplan um, nach dem das Unternehmen fast ein Zehntel seiner Belegschaft einsparen und die weltweite Fahrzeugproduktion bis 2023 um 10 Prozent senken wird, um die Kosten einzudämmen, die durch Ghosn als CEO in die Höhe geschossen sind.

Nissan hat in den vergangenen Wochen eine Überarbeitung seiner Spitzenpositionen bei jüngeren Führungskräften angekündigt. Der 53-jährige Makoto Uchida, der Leiter seines China-Geschäfts, wird zum nächsten Geschäftsführer ernannt, da er versucht, einen Strich unter Ghosns Vermächtnis zu ziehen. Er wird neben dem neuen Chief Operating Officer Ashwani Gupta und Jun Seki, dem neuen stellvertretenden COO, arbeiten.

Neben Nissan kämpfen auch Honda und Mazda mit schlechten Gewinnaussichten, da die beiden Autohersteller Probleme haben ihre Autos in den USA und Europa zu verkaufen.

TJT

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