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Mehr Arbeitsplätze als befürchtet könnten wegfallen

Neue Studie befürchtet in Japan einen Verlust von 3 Millionen Arbeitsplätzen

Laut einer Studie des Chubu Region Institute for Social and Economic könnte die Pandemie Japan bis zu 3,01 Millionen Arbeitsplätze kosten.

Im analysierten Szenario, das davon ausgeht, dass das Ende der Pandemie Ende dieses Jahres erreicht wird, würde Japan einen Rückgang der Beschäftigten von 4,5 Prozent erleben.

Folgen der Pandemie deutlich Schlimmer als die der Finanzkrise

Im Geschäftsjahr 2009 führte die Finanzkrise dazu, dass etwa 950.000 Menschen in Japan ihren Arbeitsplatz verloren, was laut dem Institut zu einem Rückgang der Zahl der Beschäftigten um 1,5 Prozent führte.

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Die jüngste Hochrechnung der Organisation basiert auf der Annahme, dass sich die Zahl der ausländischen Touristen in Japan, die den Konsum im Einzelhandel, im Gaststättengewerbe und im Tourismussektor angekurbelt hatte, nicht innerhalb des Finanzjahres 2020, das bis zum kommenden März läuft, erholen würde.

Nach Branchen schätzte das Institut, dass Einzel- und Großhändler 845.000 Arbeitsplätze verlieren würden, das verarbeitende Gewerbe 614.000 Arbeitsplätze und das Gastgewerbe 589.000 Arbeitsplätze.

„Zur Zeit der Finanzkrise war vor allem die verarbeitende Industrie stark betroffen, aber dieses Mal sind alle Branchen betroffen. Eine Branche, die Arbeitsplätze übernehmen kann, ist nicht zu finden“, so Ryoichi Namba, ein Ökonom am Institut.

Arbeitslosenquote im März bereits gestiegen

Die Arbeitslosenquote stieg im März auf ein Rekordhoch von 2,5 Prozent und signalisierte damit die negativen Auswirkungen der weltweiten Pandemie auf die Arbeitsplätze, wobei Analysten und Regierungsvertreter mit einer Verschärfung der Situation in den folgenden Monaten rechnen.

Auch die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen verschlechterte sich von 1,45 im Februar auf 1,39 im März und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren, so die Ende April veröffentlichten Regierungsdaten. Das Verhältnis bedeutet, dass auf 100 Arbeitssuchende 139 offene Stellen kamen.

TJT

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